Spanien genießen – ohne Engländer und Union Jack: Die Top-Ten von Llafranc bis Salamanca

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Spanien ist Sonne, Sonne, Sonne. Und zur Abwechslung Sonne. Die wichtigsten Argumente für einen Urlaub auf der iberischen Halbinsel sind schnell aufgesagt, viele vergessen allerdings die reiche Kunst, Kultur und Gastronomie. Was viele Deutsche (und andere, vor allem auch Engländer) allerdings auch bisweilen ärgert, sind die vielen englischen Urlauber, die manchmal sogar noch früher ihre Handtücher auf die Liegestühle legen als man selbst.

Merke: Der Union Jack regiert in Spanien, so viel ist sicher. Egal, ob Costa Blanca, Katalonien oder die Kanarischen Inseln: Die Engländer sind in der Überzahl. Pubs gibt es an allen Ecken und Enden, in den Bars läuft englischer Fußball. Wie gut, dass das selbst Engländern bisweilen zu dumm wird. Und so gibt die englische Zeitung „Daily Telegraph“ wertvolle Tipps, wo ihre lieben Landsleute bis dato noch nicht in Massen auftreten. In einem Artikel werden 20 aufregende Reiseziele genannt, die man also noch schnell besuchen sollte, bevor auch diese komplett von den Briten „übernommen“ werden. Hier sind die Top Ten …

Llafranc

Statt hochtürmender Apartmentblocks und Bierschwemmen bietet die Costa Brava bisweilen noch urtümliches Ambiente. Laut Daily Telegraph vor allem im katalanischen Llafranc. Zitat: „Der Ort ist groß genug, um einer Familie eine Woche lang schöne Abwechslung zu bieten, aber auch klein genug, um Ruhe und Frieden zu finden. Außerhalb der kurzen und heftigen Hochsaison im Juli und August hört man wenig mehr als Vogelgezwitscher und Wellen, die sich an den Felsen brechen.“ Über das direkt daneben liegende Calella de Palafrugell heißt es: „Ein der schönsten Küstenorte der Region mit kleinen, pastellfarbiten Villas, die den Blick auf den Strand freilassen. Im Juli gehen die Katalanen hierhin, um das jährliche Havanera-Fest zu feiern. Dabei gibt es traditionelle kubanische Seefahrerlieder, die mit zurückkehrenden Seeleuten im 19. Jahrhundert nach Katalonien kamen.“

Segovia und Salamanca

Dass Segovia, das vor allem für seine römische Vergangenheit bekannt ist, eine Reise wert sein kann, wussten die Menschen schon immer. Und das für mehr als nur römische Ruinen. Die Wikipedia sagt neuerdings: „Der historische Stadtkern von Segovia mit seinen Kirchen und zahlreichen Monumenten und Profanbauten ist besonders sehenswert und gehört seit 1985 zum UNESCO-Welterbe. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen die Burganlage im Westen. Der Alcázar ist eine Palastfestung, die sich über dem Zusammenfluss der Flüsse Eresma und Clamores erhebt. Die spätgotische Kathedrale im Zentrum der Altstadt wurde auf Anordnung Kaiser Karls V. von 1525 bis 1577 errichtet. Die 67 Meter überspannende Vierungskuppel und der 88 Meter hohe schlanke Turm stammen in ihrer heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert. Der Aquädukt im Osten der Altstadt ist 28 Meter hoch und 728 Meter lang. Er hat 118 Bögen und stammt aus dem 1./2. Jahrhundert n. Chr. Er versorgte bis 1974 die Stadt mit Wasser aus dem über 18 km weit entfernten Fluss Río Frío.“

Über Salamanca heißt es in der Daily Telegraph: „Da sind die wundervollen goldenen Sandsteinkirchen, Paläste und Plazas, die in der Sonne strahlen. Nachts werden sie magisch beleuchtet, und die Stadt brummt, nach spanischer Art, vor Leben. Es ist schwer vorstellbar, dass es noch eine andere Start geben könnte, die so perfekt jugendliche Enerie mit intellektuellem Touch und ästhetischer Schönheit vereint, wie Salamanca. Die Universität kann es in Sachen historischer Bedeutung mit Oxford und Bologna aufnehmen.“

Extremadura

Spaniens wohl nicht nur heißeste, sondern auch am meisten unterschätzte Region, wie viele Beobachter finden. Dabei finden sich hier gutes Essen, vorzüglicher Wein und wenigstens drei bedeutende Städte: Trujillo, Caceres und Merida.

Viveiro

In der autonomen Region Galicien liegt einer der schönsten Strände des Landes. In der Daily Telegraph heißt es dazu: „Ein Ausflug an die Nordküste Spaniens ist ein Muss. Mit Viveiro als Basis kann man jeden Tag einen neuen Strand besuchen, bei Fahrtzeiten unter einer Stunde.“

Vitoria-Gasteiz

Im Baskenland wird Vitoria von den Metropolen Bilbao und San Sebastian meistens ausgestochen, dabei ist Vitoria die Hauptstadt des Baskenlandes. Die englische Presse schwärmt: „Hier findet sich das mediterrane Flair, das man aus Spanien kennt, mit herumflanierenden Menschen, die mit ihren Weingläsern in der Hand einen Schwatz halten, während die Älteren Karten spielen und die Kinder auf den Stufen der Kirchen spielen.“

Mallorca

Auch die Lieblingsinsel der Deutschen hat ihren Platz unter den besten, von den Engländern noch unentdeckten Reisezielen. Vor allem der nordöstliche Teil Mallorcas hat es der Daily Telegraph angetan. Zwischen der Bucht von Alcúdia und der Bucht von Pollença gibt es noch ein Gefühl der Unberührtheit von den massenhaften Touristenströmen. Zitat: „Die meisten Besucher her sind mallorquinische Redidenten. Diesen Teil Mallorcas sehen rund 90 Prozent der Touristen niemals. Wer einen Boot-Trip um die Buchten unternimmt, kann seinen Anker werfen, wo er will, und keinen Menschen sehen oder hören.“

Alcalá de Henares

Nah bei Madrid liegt diese alte Stadt, die kaum besucht wird, obwohl auch sie zum Weltkulturerbe zählt. Hier wurde Miguel Cervantes, der Autor des berühmten Don Quijote, 1547 geboren. Im erzbischöflichen Palast bekniete einst Christoph Kolumbus Spaniens Königin Isabelle, ihn nach Indien segeln zu lassen – bekanntlich mit Erfolg, auch wenn Kolumbus dabei „nur“ Amerika entdeckte.

Playa de Mónsul

In Andalusien liegt einer weiterer Strand, den die Daily Telegraph besonders hervorhebt. Im Naturpark Cabo de Gata-Níjar in der Provinz Almeria sind dabei einsame Strandabschnitte zu bewundern, die Ruhe und Frieden garantieren. Und dahinter liegt die Wüste, die an Texas oder Mexiko zu erinnern scheint. Hier jedenfalls stehen die berühmten Kakteen, die Filmen wie „The Good, the Bad and the Ugly“ mit Clint Eastwood ihr berühmten Image als „Spaghetti-Western“ verschafften.

Es Grau

Auf der balearischen Insel Menorca liegt das Fischerdorf Es Grau mit seinen schönen Sanddünen. Auch die Gastronomie ist nicht zu verachten. In der Wikipedia heißt es: „Die menorquinische Küche ist einfacher und deftiger als die mallorquinische. Zusätzlich zu Olivenöl wird auch viel mit Butter und Sahne gekocht. Die Salsa Mahonesa, Vorläufer der Mayonnaise, ist eine wichtige Beilage. In Feinschmeckerkreisen wird die Caldereta de Langosta gerühmt, deren Grundlage Langusten sind. Es handelt sich um eine Fischbrühe ähnlich der Bouillabaisse. Die Languste, in diesem Fall die im Mittelmeer häufige Art Palinurus elephas, ist die Grundlage der Caldereta, die in den meisten Restaurants, die auf Fischküche spezialisiert sind, angeboten werden.“

La Coruna

Die Stadt La Coruna in Galicien ist nicht nur für sein Fußballteam bekannt. Die Daily Telegraph urteilt: „In der nordwestlichen Ecke Spanein finden sich hervorragende Strände, zum Beispiel Playa del Orzan und Playa de Riazor. Dazu mittelalterliche Strapen, voller Tapasbars.“



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=CMn2STo9cd0 / Text: Wilhelm Wagner

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