Spanien nimmt Kuba-Flüchtlinge und Schwarzhändler

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Wie die katholische Kirchenführung in Havanna weiter mitteilte, handelt es sich dabei unter anderem um Häftlinge, die nach einem Fluchtversuch von der Insel festgenommen und zu Gefängnisstrafen verurteilt worden waren.

Einschließlich der fünf hätten damit bisher 47 Oppositionelle ihrer Ausweisung nach Spanien zugestimmt, sagte der Sprecher der Erzdiözese von Havanna, Orlando Márquez.

Allerdings gehört diese Gruppe nicht zu den 52 politischen Häftlingen, deren Freilassung und Ausweisung im Juli dieses Jahres begonnen hatte. Bisher sind 39 von ihnen in Spanien angekommen, 13 sitzen nach Angaben der Kubanischen Kommission für Menschenrechte (CCDHRN) noch immer hinter Gittern. Einige von ihnen hatten zu verstehen gegeben, dass sie ihrer Ausweisung aus Kuba nicht zustimmen würden.

Vor wenigen Tagen hatte die Kirche zudem angekündigt, dass drei Dissidenten, die bereits in Freiheit waren, nach Spanien ausreisen dürfen. Es wurde erwartet, dass dies an diesem Freitag geschehen sollte. Nach Angaben der oppositionellen CCDHRN gibt es noch etwa 100 politische Häftlinge in den Gefängnissen Kubas. Das wird von der Regierung bestritten.

Bei den fünf neuen Fällen handelt es sich streng genommen nicht um politische Gefangene. So hatten etwa zwei von ihnen 1999 bei ihrem Fluchtversuch ein Ausflugsboot in ihre Gewalt gebracht und waren von der US-Küstenwache nach Kuba zurückgeschickt worden.

Das kubanische Recht betrachte das nicht als gemeines Delikt, sondern als Verbrechen gegen den Staat, weswegen sie auf der Liste der politischen Häftlinge aufgetaucht sindf.

Das ist auch der Fall bei Juana María Nieves, der ersten Frau der Freilassungsaktion, die im Jahre 1999 wegen Schwarzhandels zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden war.

Foto: Carolonline



Bild: NULL / Text: SAZ