Spanien: Höchster Ausländeranteil Europas

Und nicht nur das – sogar im weltweiten Vergleich liegt Spanien gleich an zweiter Stelle nach den Vereinigten Staaten.

Das bedeutet im Klartext: Jeder zehnte Einwohner stammt aus einem anderen Land, und die meisten Immigranten, rund 70%, haben auch die Absicht, für immer in Spanien zu leben. Erst in diesen Tagen legte die Regierung einen Gesetzesvorschlag vor, der allen Enkeln spanischer Auswanderer nach Südamerika die spanische Staatsangehörigkeit anbietet. Sie haben zwei Jahre Zeit, die Staatsbürgerschaft zu beantragen. In der Tat setzen viele der hiesigen Einwanderer, die aus Südamerika stammen, auf die Chance, die spanische Staatsangehörigkeit zu erwerben.

Aber nicht nur Südamerikaner leben in Spanien. Viele Immigranten stammen aus Marokko, Polen und Rumänien, und auch Russen sind von Mal zu Mal häufiger zu sehen. Bis 2025 werden schätzungsweise acht Millionen Menschen hinzukommen. Spanien – das Multikulti-Land, in dem nicht nur Einwanderer leben, die aus einer Notlage heraus das Land aufsuchen und sich um eine Aufenthaltsgenehmigung bemühen. Auch viele Deutsche und Franzosen leben in den Millionenmetropolen Madrid und Barcelona, oder natürlich auch an der beliebten Mittelmeerküste. Die Nummer eins unter den Westeuropäern auf der Iberischen Halbinsel sind allerdings ungeschlagen die Briten.

Im Moment leben rund zwei Millionen Ausländer in Spanien. Somit hat Spanien einen Ausländeranteil in Höhe von 9,9 Prozent, gefolgt von Frankreich mit 9,6%. Erst an dritter Stelle kommt Deutschland mit 8,9%.



Bild: NULL / Text: SAZ