Siesta, das spanische Yoga: „Unser Gehirn schreit danach“

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Fakt ist: Obwohl die Siesta für viele Spanier ein urspanisches Kulturgut wie der Flamenco oder der Stierkampf ist, kommen heute nur noch zehn bis 20 Prozent der Spanier dazu, sie in der Woche zu genießen.

Die früher übliche, dreistündige Mittagspause gibt es in immer weniger Betrieben, denn die Arbeitszeiten werden den Gepflogenheiten der anderen europäischen Länder angepasst.

Die „iberische Form des Yoga“, wie der Literaturnobelpreisträger Camilo José Cela Camilo die Siesta nannte, verschwindet somit allmählich.

Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass eine 20-minütige Schlafpause Konzentration und Leistungskraft steigert. „Das Gehirn verlangt regelrecht danach, zweimal am Tag abzuschalten: In der Nacht und zwischen zwei und vier Uhr nachmittags“, erklärte schon vor Jahren der Schlafforscher Eduard Estevill.

Foto: SAZ

 



Bild: NULL / Text: SAZ