Real Madrid: James hat fertig, aber wer zahlt 75 Millionen Ablöse? „Morata und Asensio zu wenig“

Featured Video Play Icon

Er ist ein Freund von Cristiano Ronaldo, beide haben denselben Repräsentanten, Jorge Mendes. Und die Ablöse, die Real Madrid vor zwei Jahren für James an Monaco überwies, war auch nicht von Pappe: 75 Millionen Euro. Für denselben Betrag, so meldet die spanische Presse jetzt, kann der Kolumbianer den Club auch wieder verlassen. Am liebsten sofort.

Fakt ist, dass Trainer Zinedine Zidane zuletzt nicht mehr auf James baute. Beim Supercup gegen Sevilla fehlten Toni Kroos, Luka Modric, Gareth Bale und Cristiano Ronaldo. Aber James saß trotzdem nur auf der Bank. Das war ein böser Warnschuss.

Wie es in der Zeitung Marca heißt, hat sich Real Madrid mehr Engagement von James erhofft. Aber statt, wie das heute so üblich ist, seine Ferien zu verkürzen, um dem Club hundertprozentigen Einsatz vorzugaukeln, hat James seinen Urlaub schlicht und ergreifend genossen. Und jetzt? Spielt er korrekten Fußball. Allerdings ohne den Fußball neu zu erfinden. Oder wenigstens so zu tun.

Unterm Strich ist das möglicherweise in der Tat zu wenig. Zumal James, der stets betont, dass es ihm in der kolumbianischen Nationalelf so gut gefällt (im Gegensatz zu Real Madrid?), tolle Angebote aus England zu haben scheint, wie man hört. Wäre es da nicht besser, das „Missverständnis“ zwischen James und Real, das augenscheinlich existiert, aus der Welt zu schaffen?

Wie es weiter heißt, hält Präsident Florentino Perez aber weiter große Stücke auf James. Der Kolumbianer ist der wichtigste Aktivposten im Marketing der Königlichen in Südamerika. Keiner verkauft dort mehr Trikots als James, keiner dient dem Unternehmer Perez mehr als Türöffner für große Bauprojekte, wie Spötter behaupten.

Nicht viele Clubs können die 75 Millionen Euro Ablöse berappen, die Real offenbar für James kassieren möchte…

Was am Ende also passiert? Nicht viele Clubs können die 75 Millionen Euro Ablöse berappen, die Real offenbar für James kassieren möchte. Zumal der Spieler schon in der Vorsaison nicht eben glänzen konnte. Unter Rafa Benitez machte James nicht nur einen Schritt zurück, wie die meisten Spieler Reals, sondern gleich zwei oder drei.

Und im Gegensatz zu Kickern wie Toni Kroos, die unter dem Nachfolger Zinedine Zidane aufblühten, kam James nicht wieder auf die Beine. Stattdessen musste er sich in der Presse Artikel über seine Blutfettwerte gefallen lassen, angeblich hatte James Übergewicht, war nach Ansicht vieler Kommentatoren einfach nur faul und gefräßig. Ob was dran war?

Fakt ist, dass Personalien bei Real Madrid in der Regel wie politische Meldungen lanciert werden. Will man Isco in die Stammelf schreiben? Angeblich zählt Zidane mehr auf den Spanier als auf James. Will man einen neuen Kicker in der Presse feiern, der mit den vielen Millionen für James gekauft werden könnte?

Tatsache ist auch, dass mit Alvaro Morata und Marco Asensio bislang nur zwei mittelprächtige Neuzugänge bei Real zu vermelden sind. Zu wenig für die Presse, die schließlich am Ende des Tages vor allem auch davon lebt, Helden zu produzieren (und wieder in die Tonne zu klopfen)?

Für Paul Pogba, der sich am Ende für Manchester United entschied, fehlte offenbar das Geld. Jedenfalls zahlte United 110 Millionen Euro, wie man hört, hätte auch Zidane seinen Landsmann gern verpflichtet. Die Frage ist, wer statt James das Spiel der Königlichen ankurbeln könnte. Der Transfermarkt ist noch zwei Wochen offen. Fortsetzung folgt …



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=MrbjjcATSSY / Text: Wilhelm Wagner

Kommentar hinterlassen on "Real Madrid: James hat fertig, aber wer zahlt 75 Millionen Ablöse? „Morata und Asensio zu wenig“"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*