Real Madrid: Inflation gegen Barca und galaktisches Roulette – alle Daten der Saison-Vorbereitung 2017/18

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Die Saison ist vorbei, die es lebe die kommende Saison. Weil im Fußball die Vergangenheit bekanntlich nur für die zählt, die etwas gewonnen haben, geht es ständig weiter. Weil die meisten Teams eben verlieren und so schnell wie möglich ihre Niederlagen mit Siegen vergessen lassen wollen. Und weil die Fans nicht nur Fußball sehen wollen, am liebsten jeden Tag, sondern auch Ergebnisse wetten möchten. Dazu braucht man Spiele. Und Informationen. Das Leben geht weiter.

Da müssen dann eben alle mitmachen, auch die Gewinner, die schließlich auch auf dem Rasen ein wenig Geld verdienen müssen – nicht zuletzt, um die vielen Prämien zu bezahlen, die die vielen Titel kosten. Ausruhen kann man sich ja dann auch noch nach der aktiven Karriere. Fakt ist: Kein Team Europas hat in der abgelaufenen Saison 2016/17 so viel gewonnen wie Real Madrid. Die Krönung war die Champions League Nummer zwölf gegen Juventus Turin in Cardiff, davor gab es schon die Meisterschaft in Spanien, der FC Barcelona wurde Zweiter. Auch die Klub-WM sowie der Europäische Supercup purzelten in dieser Saison in die Vitrinen der Königlichen.

Man darf also darauf wetten: Benzema wird bleiben, Morata wird gehen…

Umso gespannter ist die Fachwelt jetzt, wer von den galaktischen Helden in der nächsten Saison nicht mehr das weiße Trikot anziehen darf. Kandidaten gibt es einige, auch wenn der Kern der Mannschaft erhalten bleiben soll. Aber Pepe hat sich schon verabschiedet, sein Ziel ist wohl Paris Saint Germain. Wer hätte darauf gewettet? Vor wenigen Wochen noch schien es sicher, dass Pepe eines der lukrativen Angebote aus China annehmen würde, die ihn über Nacht zum mehrfachen Multimillionär machen würden (der er natürlich aber auch so schon ist). Und auch in Paris werden schließlich gerüchtehalber ordentliche Gehälter gezahlt (und nebenbei sogar noch ordentlicher Fußball gespielt).

Real, das sagen alle Experten, braucht keinen gelernten Mittelstürmer – man hat ja Cristiano Ronaldo

James und Alvaro Morata werden wohl ebenfalls die Koffer packen. Beide Spieler halten sich für besser als sie wohl sind, jedenfalls möchten sie in der Saison der kommenden Weltmeisterschaft 2018 in Russland mehr Spielminuten bekommen als ihnen Reals Trainer Zinedine Zidane zuletzt gegönnt hat. Beide Spieler haben eine gute Presse, dazu auch noch gute Berater. Moratas Agent erklärte jetzt: „Wir haben zwei Angebote, eins davon ist sehr interessant.“ Die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass es Manchester United sein wird. Dort gibt es trotz des Trainers José Mourinho dank des TV-Vertrages der Premier League mehr Geld als Fußballverstand – wie Spötter behaupten. Und ein Spieler ist da schnell verpflichtet – siehe Bastian Schweinsteiger. Ob er dann auch spielen wird, ist eine andere Sache. Dass United jetzt an Morata denkt, ist kein Wunder. Der ohnehin schon in die Jahre gkommene Torjäger Zlatan Ibrahimovic hat sich das Kreuzband gerissen, wird wohl bei United sicher aufhören, wenn er seine Karriere überhaupt fortsetzen kann. Und der Spanier scheint der perfekte Ersatzmann für Zlatan zu sein. Morata hat in der vergangenen Saison als Auswechselspieler mehr Tore erzielt als Reals Stammkraft Karim Benzema, kann gut Kopfball, was in England weiter sehr gefragt ist. Der filigranere Franzose Benzema aber hat bei Real das bessere Standing. Kaum zu glauben, dass sich das zur kommenden Saison ändern wird. Man darf also im galaktischen Roulette darauf wetten: Benzema wird bleiben, Morata wird gehen.

Inflation im Fußball-Business: Neun Clasicos zwischen Madrid und Barcelona möglich

Zumal man auch darauf wetten darf, dass Cristiano Ronaldo seine Mutation vom Linksaußen zum Mittelstürmer, die er zuletzt so erfolgreich begonnen hat, weiter fortsetzen wird. Denn Real, das sagen alle Experten, braucht eigentlich keinen gelernten Mittelstürmer. Man hat ja CR7. Weil er in der abgelaufenen Saison so viele Tore auf der Zielgeraden geschossen hat wie nie zuvor, wird er wohl auch in der kommenden Spielzeit eher mit angezogener Handbremse beginnen, um danach in Schwung zu kommen. Für den europäischen Supercup gegen seinen früheren Club Manchester United am 8. August in Mazedonien wird er wohl kaum fit sein, denn aktuell spielt er ja noch mit Portugal den Confederations Cup. Auch der spanische Supercup gegen den FC Barcelona wird wohl fraglich bleiben. Wieso sollte Ronaldo in diesen Spielen schlecht aussehen wollen, wenn er einfach zuhause bleiben könnte? Zumal die Liga und die damit beginnende Titelverteidigung erst am 19. August beginnen wird. Den kommenden Goldenen Ball als bester Fußballer der Welt, seinen fünften Balon d’Or, wird er auch so gewinnen, da sind sich die Experten einig. Zumal selbst Barcas Lionel Messi zuletzt erklärte: „Ronaldo übertrifft sich von Jahr zu Jahr, einfach einmalig.“ Beide Superstars hätten dann also bald jeweils fünf Titel als Weltfußballer. Auch darauf kann man also getrost wetten. Zumal im Winter dann die nächste Klub-WM ansteht, wo Ronaldo seine Kandidatur untermauern kann. Messi darf da nicht mitspielen, er ist ja mit Barca in der Champions League gegen Juventus ausgeschieden, hat in zwei Spielen kein Tor geschossen. CR7 hat dagegen im Finale einen Doppelpack geschafft.

So oder so wird Real am 10. Juli mit der Vorbereitung auf die nächste Saison beginnen. Keine 14 Tage später steht das erste Testspiel an, und zwar am 23. Juli in den USA gegen Manchester United im Rahmen des so genannten International Champions Cup. Danach geht es am 26. Juli gegen Manchester City. Am 29 Juli geht es dann ebenfalls in den USA, genauer gesagt in Miami, gegen den FC Barcelona. Man sieht sich ja sonst auch so selten. Neben dem spanischen Supercup, der Mitte August mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird, erleben die Fans also schon drei Clasicos alleine in der Vorbereitung. Kommt es neben der beiden Spiele in der Liga dann auch noch zu zwei weiteren Clasicos in der spanischen Copa del Rey, die auch mit Hin- und Rückspiel ausgespielt wird, sowie in der Champions League (vor dem Finale), kann man im Idealfall mit neun Clasicos in der kommenden Saison rechnen. Eine Inflation? Nicht für Wettfans, die gar nicht genug Spiele haben können, um ihre Ergebnisse zu tippen. Weil es so schön ist, steht am 2. August dann noch ein weiteres Spiel an, das die Medien und Wettbüros ausschlachten können. Real wird gegen eine Auswahl der US-amerikanischen Liga MLS spielen. Mit dabei soll auch Bastian Schweinsteiger sein. Wetten, dass Stadien, Sportzeitungen und Wettbüros voll sein werden?



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=cbqMj4U72-A / Text: Wilhelm Wagner

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