Ostereier und viel Sonne am Mittelmeer: Kanarische Inseln und Andalusien!

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Der Osterhase kommt bald wieder angehüpft – und viele Menschen fragen sich: Was soll man mit den schönen Ferien anfangen? Verreisen ist da beileibe nicht die schlechteste Idee. Aber wohin? Das ist die Frage aller Fragen. Denn Mama und Papa besucht hat man ja schon an Weihnachten. Oder die Kinder. Oder Oma und Opa. Und das Wetter? Meistens auch nicht so doll. Wo scheint also die Sonne zum Osterfest? Ein Problem, das die englische Zeitung „Daily Telegraph“ mit einer Hitliste gelöst hat, wie so oft. Und siehe da. Spanien steht wie nicht anders zu erwarten ganz oben.

Denn das Feriengebiet, in dem am verlässlichsten die Sonne scheint, und das im ganzen Jahr, sind nun einmal ohne Zweifel die Kanarischen Inseln. Neun Sonnenstunden am Tag im Schnitt, dazu Temperaturen verlässlich über 20 Grad. So viel ist sicher. Teneriffa, Gran Canaria, La Palma, Lanzarote, Fuerteventura, La Gomera oder El Hierro. Allein der Klang der Namen lässt einen nach einer Tube mit Sonnencreme suchen. Und die T-Shirts aus dem Schrank kramen. Lanzarote wird dabei von den Engländern als bestes Reiseziel für Familien erwähnt. Hier, so heißt es, ist die Landschaft zwar gut erschlossen, aber noch relativ unberührt. Und eher frei von eitler Prominenz, oder anderen Menschen, die sich dafür halten.

„Hier ist alles Natur, Leben, Entspannung – und die Menschen sind immer nett“

Spaniens ehamaliger Regierungschef Zapatero sagte einst: „Es gibt nur wenige Orte in Spanien und Europa wie Lanzarote. Hier ist alles Natur, Leben, Entspannung – und die Menschen sind immer nett. Ich habe selbst gerade einige Tage hier verbracht und kann nur jedem raten: Kommt her.“ Na dann. Auch auf La Palma gibt es im übrigen keinen Massentourismus, trotz der Schönheit der Insel. Hier gibt es neben vielen Wäldern schöne Strände und einen schier grenzenlosen Sternenhimmel. El Hierro kann zwar keine kilometerlangen Strände bieten, wie Fuerteventura, doch dafür gibt es hier viele felsige Küsten mit Badebuchten. Die Insel ist vor allem für Taucher geeignet. Und wer schon immer einmal in die Karibik wollte, es bisher aber noch nicht geschafft hat, der muss nach Fuerteventura kommen. Hier gibt es mehr als 150 Kilometer lange, weiße Sandstrände und türkisblaues Meer. Die größte und wohl vielfältigste der kanarischen Inseln ist Teneriffa. Der Süden der Insel ist heiß, trocken und vegetationsarm. Üppig grün und etwas gemäßigtere Temperaturen findet man im Norden. Padre Teide, Papa Teide, wie er von den Kanarios genannt wird, ist der höchste Berg Spaniens und dritthöchste Vulkan der Erde. Wer’s wissenschaftlich haben will, bekommt in der Wikipedia Informationen dazu: „Die Kanarischen Inseln sind ein Archipel, der seine Entstehung dem Intraplattenvulkanismus und einem unter ihm liegenden Hotspot verdankt. Sowohl seismische Tomographie als auch geochemische Analysen deuten auf eine tief im Erdmantel liegende Anomalie als Quelle der Magmen hin. Die unstete zeitliche Entwicklung der Inseln kann am besten mit einer sogenannten Edge-Driven Convection (Plattenrandkonvektion) erklärt werden, welche einen aufsteigenden Plume durcheinanderwirbelt.“ Aha.

Was aber sind die folgenden Ferienziele für einen sicheren Sonnenschein rund ums Ostereiersuchen?

Keine Angst vor den Kapuzenträgern

Die Daily Telegraph listet Zypern auf Platz zwei, danach folgt Marokko, vor allem Marrakesch wird herausgestellt. Aber schon auf Platz vier kommt wieder Spanien. Und zwar eine Region, die nicht nur wegen ihres schönen Wetters in den Osterferien ganz besonders zu empfehlen ist. Auch die „Semana Santa“, die Osterwoche, wird nämlich in Andalusien mit besonderer Inbrunst gefeiert. Keine Angst im übrigen vor den berühmten Kapuzenträgern bei den mächtigen Prozessionen. Hier läuft nämlich nicht der Ku Klux Klan, sondern eine der religiösen Bruderschaften, die in der Semana Santa die Hauptrolle spielen.

In der Wikipedia heißt es dazu: „Prozessionen finden die gesamte heilige Woche über statt, die Hauptprozession ist jedoch in der Regel am Karfreitag. Sie werden von Hermandades bzw. Cofradías genannten Vereinigungen organisiert und durchgeführt. Die Bruderschaften sind in der Regel einer Kirchengemeinde angeschlossen. Zu jeder Prozession gehören mehrere hundert bis zu über tausend Personen. Die Prozessionen setzen sich meist aus den Pasos mit ihren Trägern und Begleitern, den Nazarenos und Penitentes (dt.: Büßer), und Musikkapellen bzw. Trommlergruppen (in Aragonien) zusammen. Die Büßer gehen oft barfuß, tragen lange Kutten und sind mit der typischen Spitzhaube maskiert, was der Anonymität des Bußakts dient… Die traditionellen Prozessionen zur Semana Santa in Sevilla sind auch die berühmtesten. Sie finden während der gesamten heiligen Woche statt (insgesamt ca. 60). Daneben sind in Spanien die Prozessionen von Málaga, Cuenca, Cartagena, Salamanca, León, Zamora, Valladolid, Lorca und Hellín offiziell als „von internationalem touristischem Interesse“ anerkannt.“

Stierkämpfe sind an der Tagesordnung

Vor allem Sevilla ist dabei zwischen dem 9. und 16. April eine Reise wert. Und kälter als 24 Grand wird man es in Sevilla auch nicht mehr antreffen. Auch die andalusische Mittelmeerküste an der Costa del Sol besitzt ja eine Sonnengarantie. Auch hier werden die Temperaturen jetzt nicht mehr unter 20 Grad fallen, eher erreichen sie schon um die 30.

Die durch schmale Gassen geprägte Altstadt lädt zum Bummeln und Träumen ein. Direkt im Zentrum ragt das Wahrzeichen der Stadt auf. Die Kathedrale La Giralda, ursprünglich eine Moschee, ist die schönste, gotische Kirche Spaniens und die drittgrößte Kathedrale der Welt. Nicht weit davon entfernt liegt der maurische Palast Alcázar, dessen Grundmauern bereits im 9. Jahrhundert errichtet wurden.

Und schon nach kurzem Aufenthalt in Sevilla wird klar: Die Sevillanos verstehen es ausgelassen zu feiern. Das ist nicht nur im Fußballstadion Sanchez Pizjuan so, wo der FC Sevilla spielt, oder im Stadion von Betis Sevilla. Zu den beliebtesten Festen der Stadt zählen die Semana Santa und die Feria de Abril, die am Montag in der Woche nach Ostern beginnt. Während dieser Frühlingsmesse laden über tausend Zelte auf dem Festgelände zum gastronomischen Entdecken und Tanzen ein. Sevillanerinnen und Sevillaner in bunten Flamencokleidern und klassischen Trachten auf ihren Pferden beherrschen das Bild der Stadt. Stierkämpfe sind an der Tagesordnung, Sevilla ist eine der Hochburgen dieser Kunst, die hier noch so gut wie unumstritten ist.

Sevilla wird oft nachgesagt, die Wiege des Flamencos zu sein, denn hier liegen die Ursprünge dieser feurigen Musik. Im Flamenco sind die Einflüsse der verschiedenen Völkergruppen der Mauren, Griechen, Phönizier, Gitanos (Zigeuner) und Iberer vermischt.

Was folgt in der englischen Sonnen-Hitparade? Kreta, Malta, Madeira, die Provence, Puglia und Sizilien. Sie schaffen es hinter Andalusien nur noch auf die Trostplätze.



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ZgkjBDKhid0 / Text: Wilhelm Wagner

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