Nordkorea weist spanischen Journalisten ab

Das erzählte der mitreisende Begleiter Paul Tija in einem Interview mit dem niederländischen Sender NOS. Laut seinen Angaben durfte der Spanier Marc Martinez Sarrado auf einer der selten genehmigten Journalistenreisen nicht über die Grenze nach Nordkorea, weil in seinem Heimatland ein erster Fall von Ebola aufgetreten war. Zu groß sei die Angst des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un offensichtlich gewesen, dass sich sein Volk mit dem tödlichen Virus infizieren könnte. Sarrado war Teil einer sechsköpfigen Reisegruppe aus Peking, die eine Reportage über das Land drehen wollten. Doch der spanische Pass allein reichte aus, um die Reisepläne kurzfristig zu ändern und ihn zur Rückreise nach China zu zwingen.

Einreiseverbot für alle Ausländer

Spanien ist indes nicht das einzige Land, was auf der Einreiseverbotsliste für Pjöngjang steht. Auch Reisende aus den restlichen Teilen Europas, Afrikas, Amerikas und den meisten anderen Gebieten der Welt dürfen nicht mehr rein in das abgeschottete Land. Die Grenzen sind dicht und niemand weiß, wie lange die strengen Verbote anhalten werden.

Allein in Westafrika sind bereits mehr als 5.000 Menschen an Ebola gestorben, eine drei Mal so hohe Zahl an Menschen ist mit dem Virus infiziert. In Spanien war eine Krankenschwester aus Madrid die erste Patientin, die sich angesteckt hat. Sie konnte allerdings mittlerweile erfolgreich behandelt werden und wurde nach Hause entlassen. Ihr Fall hatte nicht nur für Aufregung gesorgt, weil sie sich bei der Behandlung eines infizierten Patienten selbst angesteckt hatte und daraufhin die vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen in der Spezialklinik in Frage gestellt werden mussten, auch ihr Hund wurde kurzerhand von den Behörden eingeschläfert aus Angst, dass dieser das tödliche Virus weiterverbreiten würde. Die Gefahr weltweit ist noch immer nicht gebannt, obwohl die Forscher fieberhaft daran arbeiten, neue Impfstoffe und Medikamente zu entwickeln, um endlich eine Heilung zu finden.



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