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Neue Anschläge: ETA-Bomben in spanischen Urlaubsorten

LAREDO/KANTABRIEN/CANTABRIEN:  Es ist nicht das erste Mal, dass ETA den Sommer dazu nutzt, Anschläge an spanischen Urlaubsorten zu verüben. 

Am Sonntag hat die baskische ETA erneut Touristenziele im Norden Spaniens attackiert. An Stränden der Region Kantabrien wurden vier Bombenanschläge verübt, welche die Behörden der ETA zuschrieben. 

Die Sprengsätze explodierten demnach ab Sonntagmittag zeitversetzt auf der Promenade in Laredo, in einer Düne am Strand von Noja sowie auf dem nahegelgenen Golfplatz des Ortes. Einem Behördensprecher zufolge entstand leichter Sachschaden, verletzt wurde niemand.

Die Strände waren evakuiert worden, nachdem am Vormittag bei der Feuerwehr eine Bombenwarnung im Namen der ETA eingegangen war. Sie sind im Sommer zwar Anziehungspunkte für überwiegend spanische Touristen, waren am Sonntag nach Behördenangaben wegen des schlechten Wetters jedoch kaum besucht. 

Kantabrien grenzt ans spanische Baskenland. Die beiden Strände liegen zwischen dem baskischen Bilbao und der nordspanischen Stadt Santander. 

Beliebte ETA-Sommerziele: Santa Pola, Alicante, Benidorm, Dénia

Die ETA hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Anschläge in der Nähe von Urlaubsorten verübt - meist an der Mittelmeerküste. Im Badeort Santa Pola in der Region Valencia tötete im Jahr 2002 eine Autobombe zwei Menschen, darunter ein Kind. 

Bei einem Doppelanschlag im Juli 2003 wurden zwei Ausländer im südöstlichen Alicante und im nahegelegenen Benidorm verletzt. 

In Dénia, im Norden der Provinz Alicante, bombte ETA bereits zweimal. Das jüngste Attentat verübte dieTerrororganisation am 4. Juli auf eine Fernmeldeanlage im Baskenland. 

40 Jahre Kampf um die Unabhängigkeit

Die militante Untergrundorganisation kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Die EU und die USA betrachten die ETA als Terrororganisation. 

Im Juni 2007 kündigte die ETA eine gut ein Jahr zuvor vereinbarte Waffenruhe auf. Nach seiner Wiederwahl im Frühjahr nannte Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero den Kampf gegen die ETA als einen der Schwerpunkte seiner zweiten Amtszeit. 

Während der ersten Legislaturperiode des Sozialisten waren Friedensgespräche mit der ETA gescheitert.


Datum:
20.07.2008
Quelle:
SAZ / AFP
Autor:
Susanne Thiel
Bildquelle:
 

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Suchbegriffe
ETA, Bombe, Anschläge, Urlaubsgebiete, spanische Küste, Kantabrien

 

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