Halt die Klappe, Hugo? Chávez rückt Merkel in die Ecke Hitlers
CARÁCAS/:
Nur noch wenige Tage bis zum Gipfeltreffen in Lima, wo sich zahlreiche Vertreter aus Europa und Lateinamerika austauschen werden. Auch Angela Merkel reist nach Peru, wo sie unter anderem auf Venezuelas Staatschef Hugo Chávez treffen wird, der jetzt schwere Vorwürfe während seiner Radio- und Fernsehsendung am Sonntag vom Stapel gelassen hat.
Angela Merkel befände sich politisch gesehen “in der Nähe von Hitler“. Wenn sie keine “Dame” wäre, würde er Tacheles reden: “Frau Bundeskanzlerin, Sie können…”. Der Satz blieb unvollendet.
Chávez Hauptvorwurf: Angela Merkel habe diverse Regierungschefs in Lateinamerika dazu aufgefordert, die Verbindungen zu Venezuela aufzulösen. “Die CDU gehört ins rechte Lager”, so der Staatschef, “die gleiche Rechte, die auch Hitler und den Faschismus unterstützt hat!”
Es ist anzunehmen, dass es auf dem EU-Lateinamerikagipfel in Lima zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Frau Bundeskanzlerin und Hugo Chávez kommen wird.
Erst beim Gipfeltreffen im vergangenen Jahr sorgte der Venezolaner dafür, dass der spanische König Juan Carlos ausrastete und ihn aufforderte, die Klappe zu halten: “Porqué no te callas?” Jetzt fragt sich der Staatschef aus dem linken Lager - wird Angie das gleiche sagen?
Normalerweise gilt Chávez “Leidenschaft” allerdings US-Präsident George W. Bush, den er 2006 in einer Rede vor der UN-Vollversammlung als “Teufel” bezeichnet hatte.
Weiter lesen: Spanien tappt in die "Hugo-Falle". Wie war das noch mal mit Juan Carlos?
Datum:
12.05.2008
Quelle:
SAZ
Autor:
Susanne Thiel
Bildquelle:
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Hugo Chávez, porqué no te callas, Juan Carlos, Nazis, Faschismus, Angela Merkel
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