Arbeitslosigkeit steigt in Spanien. Wer stoppt die Krise?
MADRID:
Die Wirtschaftskrise in Spanien, vor allem bedingt durch die schwächelnden Immobilien, zeigt sich mittlerweile auch auf dem Arbeitsmarkt. Im traditionell aufstrebenden Monat April ist die Arbeitslosenzahl um 37.542 Personen gestiegen. Das ist besonders auffällig, da seit 1984 die Zahl der Arbeitslosen im April nicht mehr angestiegen war.
Normalerweise bildet dieser Monat den Auftakt zur Hochsaison, In Hinblick auf den Sommer und die erwarteten Urlauber wird verstärkt Personal eingestellt, Fachkräfte werden innerbetrieblich ausgebildet und auf die “Touristenmonate” vorbereitet.
Doch selbst an der Costa Blanca und in anderen traditionellen Urlaubsgebieten an der Mittelmeerküste wurden mehr Arbeitslose verzeichnet. Vor allem betroffen sind Männer aus dem Baugewerbe, was wiederum aus der Immobilienkrise resultiert.
Spaniens Vizepresident Pedro Solbes und der Chef der Spanischen Zentralbank, Miguel Ángel Fernández Ordóñez, räumten gestern beide ein, dass die Zahlen in der Tat ein wenig “galoppieren” und sich schneller im Aufwärtstrend bewegen, als ursprünglich prognostiziert.
Solbes wies jedoch auch darauf hin, “dass nach wie vor Arbeitsstellen geschaffen werden”. Die Opposition schüttelt hierzu nur den Kopf und meint, die PSOE hätte die Arbeitslosigkeit “mit Glanz und Gloria wieder eingeführt”.
Datum:
07.05.2008
Quelle:
SAZ
Autor:
Susanne Thiel
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Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenquote, April, PSOE, Wirtschaftskrise, Immobilienkrise
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