13 asiatische Staaten beschließen Anti-Krisen Fonds
MADRID:
Die Finanzminister von 13 asiatischen Staaten haben in Madrid einen Anti-Krisen Fonds mit einem Volumen von mindestens 80 Milliarden Dollar (rund 52 Milliarden Euro) beschlossen. Damit wollten sich die Länder vor einer neuen regionalen Finanzkrise wie jener Ende der 90er Jahre schützen, erklärten die Minister am Sonntagabend am Rande eines Treffens der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) in Madrid.
Achtzig Prozent der Fonds-Einlagen werden demnach China, Japan und Südkorea bereitstellen, die übrigen zwanzig Prozent kommen von den zehn Mitgliedstaaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN).
Japans Finanzminister Fukushiro Nukaga, einer der Vorsitzenden des Treffens, nannte keinen Termin, bis zu dem der Fonds bereitgestellt werden soll. Beobachter werten den Beschluss als wichtigen Schritt hin zu einem asiatischen Gegenstück zum Internationalen Währungsfonds (IWF), der in Washington ansässig ist.
Während der Finanzkrise in Asien 1997/98 mussten Indonesien, Thailand und Südkorea große Summen beim IWF leihen, um ihre Volkswirtschaften am Laufen zu halten. Im Gegenzug machte der IWF den drei Regierungen äußerst unpopuläre Auflagen: Er verlangte strikte Sparmaßnahmen, verpflichtete sie zum Verkauf von Staatskonzernen und zur Zinsanhebung.
Die 13 Länder hatten sich bereits nach der Asienkrise grundsätzlich auf einen als Chiang-Mai-Initiative bekannten Schutzmechanismus verständigt, um ihre Währungen künftig vor Turbulenzen zu bewahren. Beim ADB-Treffen im Mai 2007 beschlossen sie dann, Teile ihrer Devisenreserven für ein multinationales Reservesystem für den Krisenfall bereitzustellen. Unklar war jedoch noch, welche Größe der Fonds haben sollte.
Datum:
05.05.2008
Quelle:
AFP / SAZ
Autor:
Susanne Thiel
Bildquelle:
Diesen Artikel weiterempfehlen...
Bildergalerie
Suchbegriffe
Anti-Krise, Asien, Währungsfonds, Devisen, Finanzen
Artikel-Bewertung
Social Bookmarking





























































