TV-Duell in Spanien - Zapatero setzt sich durch.
MADRID/:
Spaniens Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero hat sich knapp zwei Wochen vor den Wahlen in einer TV-Debatte gegen seinen konservativen Konkurrenten Mariano Rajoy durchgesetzt. Umfragen nach der Debatte am Dienstagabend machten den Sozialisten als Sieger aus. Rajoy konnte die Mehrheit der rund 13 Millionen Zuschauer demnach nicht überzeugen - wenngleich konservative Zeitungen Rajoy als Sieger des Schlagabtauschs sahen. Die Diskussion drehte sich vor allem um die schwächelnde Wirtschaft sowie um die Themen Terrorismus und Einwanderung.
Rajoy warf Zapatero in der Debatte vor, falsche Angaben über die Wirtschaftslage zu machen und bei seinen Gesprächen mit der baskischen Untergrundorganisation ETA gescheitert zu sein. Zapatero entgegnete, es sei seine Pflicht gewesen, einen Versuch für Friedensverhandlungen zu starten.
Der Regierungschef kritisierte, dass die konservative Vorgängerregierung nach den Terroranschlägen vom 11. März 2004 in Madrid "gelogen" habe, als sie zunächst die ETA beschuldigte. Drei Tage später hatte Zapatero überraschend die Parlamentswahl gewonnen.
Der Ministerpräsident liegt derzeit in den Umfragen knapp vor Rajoy. Die Fernsehdebatte am Dienstag war die erste vor einer Wahl in Spanien seit 15 Jahren. Am 3. März - sechs Tage vor dem Urnengang - treten die Kontrahenten erneut im Fernsehen gegeneinander an.
Datum:
27.02.2008
Quelle:
AFP / SAZ
Autor:
Susanne Thiel
Bildquelle:
Pressefach PSOE
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Zapatero, TV-Duell, Rajoy, PSOE, PP, Wahlen in Spanien
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