Maddie: Gerry McCann nimmt alle Schuld auf sich
PRAIA DA LUZ/:
"Es ist alles meine Schuld. Ich wollte, ich wäre nie in die Tapas-Bar gegangen!" So deutlich und selbstkritisch hat sich Gerry McCann bislang noch nie über das Verschwinden seiner Tochter Maddie am 3. Mai 2007 geäußert. In einem Interview mit der Zeitschrift Vanity Fair gab er auch zu, dass er nur mit einer "kleinen Chance" rechne, dass Maddie noch am Leben sei.
"Ich wollte, ich wäre in unserem Apartment geblieben, als ich nach ihr geschaut habe", sagte Gerry weiter, und: "Natürlich fühlen wir uns schuldig, dass wir weggegangen sind. Damit müssen wir unser Leben lang zurecht kommen. Wir fühlen das 24 Stunden am Tag. Wir sehen Maddie möglicherweise nie wieder, aber wir müssen weiter hoffen."
Was halten Sie vom Fall Maddie? Sagen Sie Ihre Meinung in unserem Forum und lesen Sie, was die anderen schreiben! Klicken Sie hier!
"Wir können nicht jeden Tag weinen, das hilft doch niemandem"
Gerry berichtete, nach dem Verschwinden seiner Tochter drei Tage lang in eine tiefe Depression gefallen zu sein. Er habe sich aber aus dem Dunkel befreit, indem er sich mit aller Kraft der Suchkampagne widmete. "Wir können nicht jeden Tag weinen, das hilft niemandem." Seine Frau Kate habe länger als er an ihrer Trauer zu leiden, sei in diesem Punkt "zerbrechlicher".
Das Interview wurde bereits im Oktober 2007 geführt, aber erst jetzt veröffentlicht. Gerry Frau Kate war nicht dabei. Laut Vanity Fair berichtete Gerrys Schwester Philomena, dass Gerry sie in der Nacht des 3. Mai angerufen habe und ins Telefon weinte: "Es ist meine Schuld, weil Kate und ich zum Essen ausgegangen sind."
McCann-Sprecher Clarence Mitchell sage, dass Gerry McCann für das Interview kein Geld von der Zeitschrift erhalten habe. Stattdessen habe er Spenden für den Fonds erbeten, mit dem die private Suche nach Maddie bezahlt wird. Am Dienstag wurde öffentlich, dass die McCanns über Filmpläne nachdenken, die ihnen rund drei Millionen Euro einbringen könnten. Auch ein Buch und Fernsehshows sind im Gespräch, um die Suche nach Madeleine weiter finanzieren zu können.
Robert Murat: "Ich bin unschuldig. Ende der Durchsage!"Bislang ist von den rund 1,7 Millionen Euro Spendengeldern rund die Hälfte in die Suche nach Maddie geflossen. Wird die Suche nach Maddie mit der bisherigen Intensität weiter geführt - inklusive Privatdetektei, Anwaltstab, Anzeigen und TV-Sports - rechnen Experten damit, dass der Fonds im Juni aufgebraucht sein wird.
Auch Robert Murat, neben den McCanns dritter Verdächtiger im Fall Maddie, kommt in Vanity Fair zu Wort. Er sagt: "Ich kann nur sagen, dass ich unschuldig bin. Ich war nicht in der Ferienanlage in dieser Nacht. Ganz einfach."
Was halten Sie vom "Fall Maddie"? Sagen Sie Ihre Meinung in unserem Forum und lesen Sie, was die anderen schreiben! Klicken Sie hier!
NEWS: DNA-Test - Blut im Leihwagen stammt doch von Maddie
Steht die Wahrheit in Kates Tagebuch?
Gerry McCann geht wieder zur Arbeit - auf der Suche nach Normalität
Urlauberinnen sehen zwei verdächtige blonde Männer
Engländerinnen lassen Murats Alibi wackeln
Maddies Eltern: Polizei soll aufhören, uns zu verdächtigen
Metodo 3 jagt pädophilen Engländer
347 neue Anrufe nach Kates Weihnachts-Botschaft an Maddie
Was ist mit der Tennistasche von Gerry McCann?
Gerry McCann: Spürhunde waren manipuliert
Bürgermeister von Praia da Luz hält Eltern für schuldig
Hütet der Priester ein schreckliches Geheimnis?
Geheimtreffen der McCanns mit ihren Freunden empört Polizei
Psycho-Krieg um Verhöre und Premierminister Gordon Brown
Datum:
11.01.2008
Quelle:
SAZ
Autor:
Wilhelm Wagner
Bildquelle:
SAZ
Diesen Artikel weiterempfehlen...
Bildergalerie
Suchbegriffe
Maddie, Fall Maddie, Madeleine, McCann, Kate, Gerry, Praia da Luz, Robert Murat
Artikel-Bewertung
Social Bookmarking





























































