Maddie: Detektive bekommen 70.000 Euro im Monat
LONDON/:
Mit Maddie wird weiterhin Kasse gemacht. 70.000 Euro kassiert die spanische Detektei Metodo 3 jeden Monat für die Suche nach Maddie. Das enthüllten Mitarbeiter des Help-Maddie-Fonds in England - der Sprecher von Kate und Gerry McCann, Clarence Mitchell, bestätigte laut Daily Mail die Summe.Bislang zahlte der Hilfsfond bereits 400.000 Euro an Metodo 3 - in einem langen Interview in der spanischen Zeitung "El Mundo" hatte Marita Fernández, Gründerin von Metodo 3, erklärt, sie und ihr Sohn, Firmenboss Francisco Marco, würden quasi für ein "symbolisches Gehalt" nach Maddie suchen.
Sie sagte: "Wir tun das nicht für Geld." In der Tat liegt der Tagessatz von Metodo 3 bei 2.800 Euro, rund 20 Ermittler arbeiten nach Angaben von Metodo 3 an dem Fall. Der Fall hat Metodo 3 berühmt gemacht. Mehr als 60 Interview-Wünsche aus aller Welt liegen nach Angaben der Firmenbosse vor.
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Derzeit fließen noch 40.000 Euro pro Monat in den Maddie-Fond
Die Frage ist nur, wie lange sich die McCanns die Dienste der Detektive aus Barcelona noch leisten können. Denn während in den ersten beiden Monaten der Suche nach Maddie noch rund 600.000 Euro pro Monat an die McCanns gespendet wurden, sind es derzeit noch rund 40.000 pro Monat. Von den eingesammelten rund 1,5 Millionen Euro hat der Fond bereits mehr als eine Million ausgegeben.
Generaldirektor Francisco Marco hatte versprochen, Maddie innerhalb von fünf Monaten zu finden. Spekulationen wurden laut, dass die McCanns genau wüssten, wo sich Maddie aufhält - und nur die Suche in die Länge und die Gehälter für ihre Mitarbeiter in die Höhe treiben wollten.
"Jemand will vom wirklichen Tathergang ablenken"Die portugiesische Polizei hält die Arbeit von Metodo 3 für "wenig hilfreich", denn die immer neuen Sichtungen Maddies würden vom wirklichen Tathergang ablenken. Dienen die Berichte von Maddie in Marokko, Bosnien oder Malta am Ende nur dazu, die Polizei zu verwirren? Kritiker weisen darauf hin, dass Metodo 3 nach eigenen Angaben quasi wöchentlich "ganz nah" an Maddie dran sei, aber bislang nichts Handfestes zu bieten habe.
Eine Polizeiquelle sagte der portugiesischen Zeitung 24 Horas: "Nicht eine der angeblichen Sichtungen Maddies hat sich bestätigt. Jemand will von dem, was wirklich passiert ist, ablenken. Unsere Ermittlungen sind ehrlich und gewissenhaft. Aber man macht es uns nicht leicht."
DNA-Analyse: Portugiesische Polizei in England
Seit Mittwoch hält sich eine Abordnung der portugiesischen Polizei in England auf, um die DNA-Analysen des Speziallabors in Birmingham zu diskutieren. Auch davon wird abhängen, ob gegen die McCanns Anklage erhoben wird.
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Datum:
29.11.2007
Quelle:
SAZ
Autor:
Wilhelm Wagner
Bildquelle:
SAZ
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