ETA-Mord: Zapatero tröstet Franzosen! "Ein hoher Preis"
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Wilhelm Wagner
- 17.03.2010
Nach dem ETA-Mord an einem französischen Polizisten bei Paris hat Spaniens Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero kondoliert: "Diesmal hat Frankreich einen hohen Preis für die Zusammenarbeit mit uns im Kampf gegen die ETA gezahl
In einem Telefongespräch vereinbarte er laut Nachrichtenagentur AFP mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, die gemeinsamen Anstrengungen "bei der Ausrottung der Plage Terrorismus zu verdoppeln", wie ein spanischer Regierungssprecher sagte.
Die von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten als Terrororganisation eingestufte ETA kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Sie wird für den Tod von mehr als 820 Menschen verantwortlich gemacht.
Der französischen Polizei waren in den vergangenen Monaten immer wieder Festnahmen mutmaßlicher hochrangiger ETA-Mitglieder gelungen. Traditionell hat die ETA Frankreich als Nachschubbasis und Rückzugsgebiet genutzt.
Am Dienstag waren einer Polizeistreife etwa fünfzig Kilometer südöstlich von Paris drei Männer und eine Frau aufgefallen, die vier Autos betankt hätten, teilten die Ermittler mit. Bei einer Kontrolle seien Waffen gefunden worden, die Polizisten hätten den Verdächtigen darauf Handschellen anlegen wollen.
In diesem Moment seien zwei weitere Autos aufgetaucht, aus denen das Feuer eröffnet worden sei. Ein 52-jähriger Beamter sei tödlich in die Brust getroffen worden.
Es war der erste Mord an einem französischen Polizisten durch ein ETA-Mitglied, wenn der Täter tatsächlich der Untergrundorganisation angehört habe, sagten französische Ermittler. Demnach hat der festgenommene Verdächtige zugegeben, zur ETA zu gehören.
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Foto: SAZ
Schlüsselwörter: ETA Zapatero Franzosen Sarkozy Paris
Bild: / Text: SAZ






