Obama: Immer mehr Soldaten gegen Taliban - Spanien muss mit!
WASHINGTON/MADRID:
Jetzt wird es ernst für Spanien, das Kosovo-Debakel fordert seinen Preis. Mehr Soldaten, mehr Geld, mehr Einsatz: US-Präsident Barack Obama will den Krieg in Afghanistan verschärfen. Ziel: Die islamistischen Taliban und El Qaida zersprengen.
Dafür braucht er vor allem mehr Truppen. In der US-Presse, so die Zeitung "El Mundo", stehen bereits die Details, die Obama am Freitag verkünden will: 21.000 Soldaten mehr sollen an die Front.
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Insgesamt werden damit mehr als 50.000 Männer und Frauen am Hindukusch kämpfen. Das sind noch einmal 4.000 mehr als im Februar verkündet wurde.
Der Krieg wird damit monatlich nicht mehr "nur" 1,47 Milliarden Euro kosten, sondern rund 800 Millionen mehr, so die "Washington Post" - insgesamt also rund 2,3 Milliarden. In Zeiten der Krise ist das nicht wenig.
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"Der Präsident hat entschieden, dass er diesen Krieg richtig ausstatten wird", so der "Spiegel".
Und klar ist auch: Die europäischen Verbündeten der USA müssen sich verstärkt beteiligen, denn die Zeit der amerikanischen Alleingänge unter George W. Bush, so Obama, ist vorbei. Dafür bekam Obama vor den Wahlen viel Applaus, vor allem aus Europa.
Nur: Wer die neuen Truppen entsenden wird, ist nun die große Frage. Denn Lust auf den Einsatz in Afghanisten hat niemand, weder in Deutschland noch in Spanien. Wahlkampf ist eben eine Sache, Krieg eine ganz andere.
Pech für die Spanier, dass sich die sozialistische Regierung Zapatero ihren möglichen Ausstieg aus dem Kosovo mit Truppen-Zusagen für Afghanistan erkauft hat. Auf dem NATO-Gipfel in Straßburg und Kehl soll in der nächsten Woche Klartext geredet werden.
Experten vermuten: Spanien wird zahlen müssen, entweder mit Soldaten oder mit Geld. Oder - wahrscheinlicher - mit beidem.
So wird wohl bald am Hindukusch vermehrt Paella gekocht und Tapas gegessen. Hoffentlich verschlägt es den spanischen Soldaten dort nicht den Appetit.
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Datum:
28.03.2009
Quelle:
SAZ
Autor:
Wilhelm Wagner
Bildquelle:
SAZ
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