Spanien brüskiert NATO: Chacón will Truppenabzug aus Kosovo


Bewerten :
 Kommentare: 0
Wilhelm Wagner 
- 21.03.2009

Spanien brüskiert NATO: Chacón will Truppenabzug aus Kosovo
Alle Nachichten zu diesem Thema per eMail
verde ecke
verde ecke

Spanien im Alleingang - jetzt legen sich die Sozialisten mit der NATO an: Nach zehn Jahren will Spanien seine Truppen aus dem Kosovo abziehen. 



Die rund 630 Soldaten hätten die Ziele der Mission erfüllt und sollten bis zum Sommer abgezogen sein, sagte Verteidigungsministerin Carme Chacón bei einem Truppenbesuch in der früheren serbischen Provinz.

NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer nannte als Reaktion auf die Entscheidung aus Madrid einen Truppenabzug aus dem Kosovo verfrüht.

FORUM: Lesen Sie alle Beiträge im "Forum Wirtschaftskrise"

ALLE NACHRICHTEN AUS DER WIRTSCHAFT - klicken Sie hier

ALLE NACHRICHTEN AUS DER POLITIK - lesen Sie hier

"Es ist Zeit, nach Hause zurückzukehren", sagte Chacón nach spanischen Medienberichten in einem Militärlager im Kosovo. "Die Mission ist abgeschlossen."

Die spanischen Soldaten hätten "Frieden und Stabilität in diesen Teil der Welt" gebracht und sollten nun schrittweise bis August abgezogen werden. Chacón versprach, den Abzug mit den Verbündeten zu koordinieren.

Die ersten spanischen Einheiten waren zu Beginn des KFOR-Einsatzes 1999 im Kosovo eingetroffen. Derzeit sind 632 spanische Soldaten im Westen des Landes unter italienischem Oberkommando stationiert. Die NATO-Truppe KFOR ist gut 15.500 Mann stark, darunter befinden sich auch rund 2.800 Bundeswehrsoldaten aus Deutschland.

Spanien erkennt - anders als die meisten EU-Staaten - die Unabhängigkeiterklärung des Kosovo von Serbien nicht an, um separatistischen Bewegungen im eigenen Land keinen Auftrieb zu verleihen.

Chacón brachte den Truppenabzug nicht ausdrücklich mit der im Februar vergangenen Jahres ausgerufenen Unabhängigkeit in Zusammenhang. Allerdings vermied die Verteidigungsministerin nach Angaben von mitreisenden Journalisten jeden Kontakt mit örtlichen Behörden.

De Hoop Scheffer ließ in Brüssel mitteilen, "bedeutende Veränderungen" an der Truppenstärke der KFOR sollten erst dann vorgenommen werden, wenn die politischen Bedingungen und die Sicherheitslage dies erlaubten. "Das ist derzeit noch nicht der Fall", sagte eine Sprecherin des NATO-Generalsekretärs.

(SAZ/AFP)

#{fullbanner}#



Schlüsselwörter: Spanien Nato Chacon Truppenabzug Kosovo Sozialisten Deutschland Serbien
Bild: / Text: SAZ




Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Artikel abgegeben



 
© wetter.net


Unterhaltung


SAZ-Leserumfrage
morado ecke
morado ecke

Sperre gegen Contador:











Service
rojo ecke
rojo ecke
Wöchentlichen Newsletter eintragen:




Feste feiern, sexy und raffiniert! Formende Dessous-Tipps au...

Ein Gourmet-Menü in einem guten Restaurant, ein exklusiver Ball oder die Galapremiere Ihrer Lieblingsoper – Anlässe, mal wieder seine sorgfältig zusammengestellte Abendgarderobe gross auszuführen, gibt es genug.