Barack Obama ein "historischer Exot"? Aznar in der Kritik
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Wilhelm Wagner
- 08.01.2009
Der frühere Regierungschef Spaniens, José Maria Aznar, bekommt wegen seiner Bemerkungen über den künftigen US-Präsidenten Barack Obama Hiebe.
In einem Interview der spanischen Januar-Ausgabe des Magazins "Vanity Fair" spricht der konservative Aznar im Zusammenhang mit der Wahl des ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte der USA von "historischem Exotismus und vorhersehbarem Wirtschaftsdesaster".
Die Tatsache, dass ein Mitglied der "schwarzen Rasse" Präsident der USA geworden sei, stelle einen "außergewöhnlichen Wechsel" für sie dar.
Der stellvertretende Generalsekretär der in Spanien regierenden Sozialisten, José Blanco, forderte Aznar auf, die Äußerungen zurückzunehmen, die nur von einer "zutiefst reaktionären Persönlichkeit mit deutlich rassistischen Wurzeln" stammen könnten.
Es sei im Übrigen "seltsam", dass ausgerechnet Aznar, der zusammen mit US-Präsident George W. Bush das Wirtschaftsmodell verteidige, das zur derzeitigen Fiannaz- und Wirtschaftskrise geführt habe, es wage, ein "Desaster" unter Obama vorherzusagen.
Aznar hatte sich nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2004 aus dem politischen Leben zurückgezogen. Seitdem hält der frühere Verehrer des spanischen Diktators Francisco Franco unter anderem Vorträge an der
Universität von Georgetown in den USA.
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Foto: Wikipedia
Schlüsselwörter: Barack Obama Obama Spanien Aznar USA
Bild: / Text: SAZ
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