Ibiza, Teneriffa, Lanzarote, Menorca: Die schönsten Urlaubsinseln Europas – und in Spanien

Featured Video Play Icon

Der Sommer steht vor der Tür, besser gesagt schon mittendrin – aber Sie wissen immer noch nicht, ob und wohin Sie in diesem Jahr in Urlaub fahren oder fliegen wollen? Das kann eigentlich gar nicht sein. Denn knapp hinter den Alpen liegt Spanien, vielleicht das beliebteste Urlaubsland der Welt. Nicht nur wegen seiner Strände.

Das zeigen wieder einmal die neuesten Hitlisten der Weltpresse. In einem Beitrag des britischen „Daily Telegraph“ über die schönsten Urlaubsinseln der Welt, angeführt von Sardinien und Sizilien, kommt gleich auf Rang drei Mallorca. Die größte der Inseln der so genannten Balearen hat nicht nur schier unendliche Strände und Sonne ohne Ende, sondern auch die Serra de Tramuntana, die zum Weltkulturerbe zählt. Hier kann man sehen, wie zäh und geschickt die Inselbewohner ihrer Erde über Jahrhunderte Nahrung abgerungen haben. Weinberge, Wanderwege, Landhotels … Mallorca ist eben mehr als nur Ballermann. Wobei: ein Abstecher zur beliebtesten Urlaubskneipe der Deutschen kann vielleicht auch nicht schaden.

Ibiza: Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte einmal zur Cala Jondal pilgern, oder aber auch zur Cala D’Hort pilgern …

Dicht hinter Mallorca setzt der Daily Telegraph erst einmal Kreta. Und dann kommt schon die Nachbarinsel Mallorcas, Ibiza. Auch hier gibt es mehr zu erleben als weiße Strände, die teilweise einsamer sind als der Ruf der Insel vermuten ließe. Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte einmal zur Cala Jondal pilgern, oder aber auch zur Cala D’Hort. Vor allem aber auch das Nachtleben mit seinen fantastischen Diskotheken ist Weltklasse. Und alleine eine Reise wert.

Lanzarote: Weg vom Image der Kegelclubs der vergangenen Jahre

Natürlich darf auch Lanzarote nicht fehlen, Platz sechs in der Hitparada des Daily Telegraph. Die laut den Engländern schönste Insel der Kanaren besticht durch Chic und Klasse. Hier will man weg vom Image der Kegelclubs der vergangenen Jahre und setzt auf Bio-Charme und gedeckte Farben. Entsprechend wird hier geradelt, gewandert, gesurft oder auch bei einem Weinchen gechillt. Architektonisch wird Lanzarote von Cesar Manrique dominiert, dessen Bauwerke zu den Highlights der Insel gehören und so gar nicht ins Bild vom Massentourismus am Mittelmeer passen wollen. Alleine seine Werke sind schon ein Besuch Lanzarotes wert. In der Wikipedia wird er mit folgenden Worten geehrt: „Manrique war dafür verantwortlich, dass der Massentourismus auf Lanzarote in gemäßigten Bahnen verlief. Er setzte sich dafür ein, die landschaftliche und kulturelle Identität seiner Heimatinsel zu bewahren und zu erhalten, weshalb die Inselregierung ihn im September 1995 postum zum „bevorzugten Sohn“ der Insel erklärte und damit ihren Dank für die Lebensleistung des Künstlers zum Ausdruck brachte. Gleichzeitig verpflichtete sich die Inselregierung, den Weg Manriques zukünftig weiterzugehen.“

Teide: Mit 7.500 Metern Höhe über dem Meeresboden dritthöchster Inselvulkan der Erde

Dass Korfu auf Platz sieben landet, Teneriffa dagegen erst auf Rang acht, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass man nicht nur spanische Inseln unter die Top Ten bringen kann. Warum auch nicht. Fakt ist aber, dass Teneriffa mit dem Anaga Gebirge Landschaften zu bieten hat, die noch kaum vom Tourismus berührt sind. Und wer hoch hinaus will, kann auf den Vulkan Teide steigen, den mit 3.717 Metern höchsten Berg Spaniens, der ohne Klettereien zu schaffen ist. Der Teide ist laut Wikipedia mit 7.500 Metern Höhe über dem Meeresboden sogar der dritthöchste Inselvulkan der Erde. Schon die Legende, die den Berg umrankt, sorgt für Ehrfurcht. Der Name El Teide ist laut Wikipedia die hispanisierte Form des Guanchen-Begriffes Echeyde. Die Guanchen waren die Urbewohner der Kanarischen Inseln. Der Begriff bezeichnet die Wohnung des bösen Dämonen Guayota, welcher der Legende nach den Sonnengott Magec eingefangen hatte und im Echeyde gefangen hielt. Die Dunkelheit erschreckte die Guanchen zutiefst, und sie baten ihren obersten Gott Achamán um Hilfe. Dieser verjagte Guayota, befreite den Sonnengott Magec und verschloss die obere Öffnung des Echeyde mit einem Stopfen, dem sogenannten Pan de Azúcar (Zuckerbrot) oder Pilón (Zuckerhut).

Menorca: Wer auf Schnorcheln steht, sollte den Strand von Pregonda oder die Cala Macarella ausprobieren

Menorca auf Platz neun der Hitparade kommt noch vor Kreta unter die Top Ten. Menorca hat mit Sicherheit die schönsten Strände in Spanien zu bieten, das Wasser ist hier so türkis wie fast nirgendwo sonst. Wer auf Schnorcheln steht, sollte den Strand von Pregonda oder die Cala Macarella ausprobieren.

Gran Canaria eröffnet in der Parade des Daily Telegraph die Reihe der fünf Inseln, die es nicht unter die Top Ten geschafft haben. Aber natürlich auch diese Insel ein Wunder der Natur. Allein schon wegen seiner Temperaturen, die auch im kältesten Monat des Jahres nicht unter 20 Grad fallen. Ein Muss für Überwinterer also, die ihr Leben im ewigen Frühling (oder Sommer) verbringen wollen. Dabei aber nicht langweilig. Die Wikipedia erklärt: „Auf Grund ihrer klimatischen und geographischen Vielfalt sowie ihrer differenzierten Flora und Fauna wird Gran Canaria auch als „Miniaturkontinent“ beschrieben. Die Insel besitzt 14 Mikroklimazonen. Aus dem Bergland des Inselinnern führen viele Trockentäler, sogenannte Barrancos, bis an die Küste. Bei den seltenen Regenfällen, die dann aber recht ergiebig sein können, füllen sich die Barrancos zu teilweise reißenden Sturzbächen. In den bewohnten Gegenden wurden die Bachtäler deshalb ausgebaut und befestigt.“ Erst hinter Gran Canaria folgen Rhodos, Zypern, Santorini und Hvar auf den Plätzen 12, 13, 14 und 15.

Sagrada Familia: 2026 ist Schluss mit dem Bauen

Dass sie keine Chance gegen die schönsten spanischen Inseln haben, liegt auch daran, dass Spanien einige Vorzüge besitzt, die ihresgleichen suchen. In der Daily Telegraph werden exakt 19 dieser Vorzüge aufgelistet. Auf Rang eins: Sonne, Sonne, Sonne. 300 Sonnentage haben die Strände am Mittelmeer im Schnitt, das dürfte wohl einzigartig in Europa sein. Auf Rang zwei der Vorzüge: Die schönen Städte in Spanien: Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla oder Malaga können mit einer Architektur und Gastronomie aufwarten, die man sonst nicht findet.

Das Erbe der Mauren kommt gleich auf Rang drei dieser Liste, vor allem die Alhambra bei Granada ist zu nennen. Andere Kulturriesen, wie Antoni Gaudi, der die Sagrada Familia nach Barcelona brachte, sind hier ebenfalls zuhause. Die Sagrada Familia ist dabei nicht nur ein Sehenswürdigkeit im Stil des Modernisme, sondern quasi nebenbei eine voll funktionierende römisch-katholische Basilika. Der Bau von Antoni Gaudí ist dabei sogar noch unvollendet. 1882 begonnen, soll die Kirche laut derzeiten Plänen 2026 zum 100. Todestag von Gaudí fertiggestellt sein. Erst auf Platz fünf kommen laut Daily Telegraph die Strände Spaniens.



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=JHWlSrIgwwE / Text: Wilhelm Wagner

Kommentar hinterlassen on "Ibiza, Teneriffa, Lanzarote, Menorca: Die schönsten Urlaubsinseln Europas – und in Spanien"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*