Laporta will Führer werden - und wer wird Präsident bei Barça?
Ist Joan Laporta wirklich verrückt geworden, wie viele behaupten? Jedenfalls nutzt er seine letzten Monate als Präsident des FC Barcelona, um seine Zukunft als Politiker vorzubereiten - und die Nachfolge bei Barça.Im Interview mit der Zeitung "El Mundo" erklärte er: "Der FC Barcelona ist Teil einer der bewegendsten Entwicklungen in der Geschichte: Sie führt die unterdrückten Völker in die Freiheit."
Denn Katalonien ist für Laporta, ein bekennender Separatist, ein von Spanien unterworfenes Land. Seine Idee: "Ich liebäugele mit dem Gedanken, mich Menschen, die an ein unabhängiges Katalonien glauben, mit einer neuen Partei zu präsentieren."
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Und weiter: "Ich weiß noch nicht, ob Katalonien einen Führer oder einen Märtyrer will. Ich will jedenfalls kein Märtyrer sein. Ein Führer könnte ich schon werden, es wäre eine schöne nationale Aufgabe, Katalonien in die Freiheit zu führen."
Laporta: "Die Spanier können nicht ertragen, dass ich Klartext rede. Es gibt viele Katalanen, die wie ich einen eigenen Staat wollen. Und sie können nicht ertragen, dass der FC Barcelona in der letzten Saison 6-2 in Madrid gewonnen hat."
Da war sie also wieder, die Vermischung von Politik und Fußball, die so viele Anhänger des FC Barcelona an ihrem Präsidenten kritisieren.
Laporta dazu: "Alle Welt vermischt Sport mit Politik. Die Erfolge, die wir mit dem FC Barcelona errungen haben, verdanken wir unseren Idealen. Fußballerischen und politischen Idealen. Wir sind jetzt das katalanischste und erfolgreichste Barça aller Zeiten. Und Barça war immer eine Art, die Freiheit Kataloniens zu verteidigen."
Und weiter: "Ich weiß mit Sicherheit, dass Katalonien eine Nation ist und einen eigenen Staat braucht. Katalonien muss aufwachen, es liegt an uns."
Für die Nachfolge als Präsident des FC Barcelona hat er seinen Freund Alfons Godall vorgesehen, aber im eigenen Präsidium regt sich Widerstand gegen Laporta: Jaume Ferrer will ebenfalls kandidieren.
Favorit auf den Thron ist derzeit aber Laporta-Gegner Sandro Rosell. Er war einst Freund von Laporta, aber jetzt sind sie sich spinnefeind.
Foto: AFP
Datum:
09.02.2010
Quelle:
SAZ
Autor:
Wilhelm Wagner
Bildquelle:
SAZ
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Suchbegriffe: Laporta, FC Barcelona, Barca, Joan Laporta
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