Alicante, Stadt des Lichtes
Die Griechen waren von den der außergewöhnlichen Helligkeit des Ortes beeindruckt und schenkten der im Jahre 324 v. Chr. gegründeten Stadt den Namen “weiße Zitadelle“, Akra Leuke. Der Name “Lucentum“, die Stadt des Lichts, stammt aus der Zeit der Römer, die 201 v. Chr. die Macht an sich gerissen hatten.
Von 711 bis 1249 stand Alicante unter maurischer Herrschaft, die den römischen Namen in ”Al Lucamt“ umbenannten. Im Jahre 1265 wurde die Stadt in das Königreich Aragonien eingegliedert und schließlich 1308 dem Königreich Valencia zugeschrieben. Die ersten Siedlungen wurden rund um die Burg Santa Bárbara erbaut.
Heute prägen Strandpromenaden, breite Avenidas, Grünanlagen, Hotels und Hochhäuser das Stadtbild. Alicante zählt zu den wachstumsstärksten Städten des Landes und lebt in erster Linie vom Tourismus, aber auch Wein, Obst und Olivenöl wird exportiert. Zudem gilt die Stadt als eine der Hochburgen der Leder-, Textil- und Schuhindustrie.
Alicante bietet regelmäßige Fährverbindungen nach Algerien und zu den Balearen. Auch gibt es einen internationalen Flughafen, der in den letzten Jahren weiter ausgebaut werden konnte und mittlerweile ein reges Aufgebot an Ferienflieger aus Deutschland und England aufweist.
Alicante verfügt über verschiedene Stadtstrände, Playa de San Juan, Playa de la Albufereta, Playa del Postiguet und Playa de Saladares-Urbanova, die allesamt auf ein herrliches Sonnenbad und ausgedehnte Strandspaziergänge einladen. Ein Highlight der besonderen Art ist die elf Seemeilen von Alicante entfernte Isla de Tabarca, eine winzige Insel gegenüber von Cabo de Santa Pola, die bis heute bewohnt ist und deren Ortskern zum kunsthistorischen Kulturgut deklariert worden ist.
Eine moderne und kosmopolitische Stadt wie Alicante hat aber auch eine Altstadt mit all den Geheimnissen der Vergangenheit, typischen Winkeln und ruhigen Plätzchen, an denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Sie erstreckt sich am Fuße der Burg von Santa Bárbara und beherbergt ein bedeutendes kunsthistorisches Erbe sowie wichtige Einrichtungen des alicantinischen Nachtlebens in Form von urigen Kneipen und Tavernen.
Die Einheimischen nennen ihre Altstadt schlicht und einfach El Barrio, ”das Viertel“, und es empfiehlt sich, das Auto einfach stehen zu lassen, um sich zu Fuß durch die engen kleinen Gässchen auf Entdeckungsreise zu begeben.
Neben diversen Museen wie La Asegurada auf der Plaza de Santa María, mit Kunstwerken von Dalí, Miró, Picasso, Chagall oder Kandinsky, oder dem Archäologischen Museum, beherbergt Alicante die der Schutzheiligen der Stadt geweihte Kathedrale San Nicolás mit ihrem einzigartigen Kreuzgang, und die sehenswerte Kirche Santa María aus dem 14. Jahrhundert.
Am Ende der Stadt in südlicher Richtung befindet sich der Park El Palmeral. Er diente schon als natürliche Filmkulisse und ist eine der schönsten Grünzonen Alicantes. Hier gibt es neben Wasserfällen, Teichen und diversen Pflanzenarten auch Kinderspielplätze, ein Auditorium, ein Café und eine Cross-Cycle-Bahn.
Datum:
03.07.2008
Quelle:
SAZ
Autor:
Susanne Thiel
Bildquelle:
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