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Naturparadies Jávea

Jávea liegt im südlichen Teil der autonomen Region Valencia und ist eines der wichtigsten Tourismusziele in der Provinz Alicante.

Das verwundert kaum, locken doch fast 25 Kilometer Strand mit zahlreichen Buchten vom Kap La Nao im Süden bis zum herrlichen Ausblicksort des Kap San Antoni im Norden der Costa Blanca. In der Kleinstadt leben etwa 27.000 Einwohner. Darunter sind auch viele Deutsche, Engländer und Schweizer. Genau wie die zahlreichen Urlauber verwöhnt sie das mediterrane Klima mit einer Jahresdurschnittstemperatur von 18 Grad.

Blick auf MontgóJávea liegt am Fuße des Bergs Montgó (753 Meter), dessen Naturschutzpark ein tolles Ausflugsziel für Wanderfreunde ist. Und wer es bis auf den Gipfel schafft, wird bei günstigen Wetterbedingungen mit einem grandiosen Ausblick belohnt: Bei klarer Sicht kann man problemlos die etwa siebzig Kilometer entfernt liegende Balearen-Insel Ibiza erkennen!

Bei Ibiza denkt man natürlich sofort an Sonne, Strand und Meer – davon hat auch Jávea nicht zu knapp zu bieten. Sonnenanbeter und Wassersportler kommen hier voll auf ihre Kosten: Die zahlreichen Strände und Buchten laden zum Sonnen, Segeln und Surfen ein.

Ein wahres Paradies für Taucher liegt an der Playa da La Granadella, ca. sechs Kilometer südlich des Zentrums von Jávea. Im klaren, türkisfarbenen Wasser lässt es sich wunderbar schnorcheln und (ab-)tauchen. Fährt man dagegen sechs Kilometer weiter nördlich kann man Dénia erkunden. Dort gibt es die Cova Tallada, eine Höhle die man zuwohl zu Lande als auch zu Wasser erreichen kann! Sie liegt zwischen dem Kap San Antoni und der Playa de Les Rotes. Dieser Strand ist übrigens auch für Rollstuhlfahrer gut zugänglich.

Meerblick bei JáveaZurück zu Jávea: Im Jahr 200 v. Chr. gründeten vermutlich die Griechen den Ort Xábia, wie Jávea auch heute noch auf Valencianisch heißt. Oft finden sich beide Schreibweisen auf den Straßenschildern. Später stand der Ort unter dem Einfluss der Römer und Karthager, wie auch Dénia und Alicante. Im 7. Jahrhundert prägten die Mauren den Ort. Die erste urkundliche Erwähnung von Xábia/Jávea stammt aus dem 13. Jahrhundert, als König Jaume II. regierte und der Ort noch zum Fürstentum Dénia gehörte. Langsam wuchs der Ort zur kleinen Stadt, was besonders durch den wirtschaftlichen Aufschwung im 19. Jahrhundert möglich wurde. Damals boomte der Rosinenexport von Jávea nach Nordeuropa und in die USA.

Auch heute noch werden Weintrauben angebaut; sie werden jedoch eher zu Wein als zu Rosinen verarbeitet. Da es rund um Jávea häufig Trockenperioden von zehn bis zwölf Wochen gibt, wird vorwiegend angebaut, was gut mit Hitze und Trockenheit klarkommt: Oliven, Johannisbrot, Weizen und Mandeln. Durch moderne Bewässerungsanlagen kann man mittlerweile aber im Landesinneren auch üppige Obstgärten und duftende Orangenplantagen bestaunen.

Promenade am Arenal-StrandSehenswert ist auch der Hafen von Jávea. Im Zuge des Tourismus verwandelte sich der Fischereihafen zwar eher zur Anlegestelle für Yachten; er verleiht der Stadt aber nach wie vor einen gewissen Charme. Etwa zwanzig Fischerboote fahren noch täglich aufs Meer hinaus. Der Fang landet dann abends nicht selten auf dem Grill eines der zahlreichen Restaurants. Kulinarisch bekannt ist Jávea besonders für seine Reisgerichte, nicht zuletzt der Paella, die oft mit grünen Bohnen und weißen Rüben zubereitet wird. Bei vielen Gerichten darf zudem eine spezielle Knoblauch-Öl-Soße nicht fehlen. In den vielen Cafés mit Meerblick schmeckt zum Nachtisch besonders gut der ortstypische Mandelkuchen.

Kirche Iglesia San BartoloméNeben dem Yachthafen hat Jávea noch weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Casco Antiguo, also die historische Altstadt, lädt zum Schlendern ein und vermittelt einen Eindruck der örtlichen Architektur. Wer etwas über die Geschichte der Stadt erfahren will, sollte es nicht versäumen in das archäologische und ethnografisches Museum im Zentrum der Stadt zu gehen. Außerdem stehen in Jávea die moderne Kirche Nuestra Señora de Loreto sowie die Iglesia de San Bartolomé im gotischen Stil. Das Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert diente früher aber nicht nur religiösen Zwecken: Man nutzte die Kirche ebenfalls, um Piraten abzuhalten! Daher erinnert sie von ihrer Bauweise her auch stark an einen Wehrturm.

Jávea ist über die Autobahn A7 oder die Nationalstraße N-332 gut zu erreichen. Schnell ist man auch in einer der vielen reizvollen Nachbarstädten. Wer beispielsweise in Calpes Altstadt noch die Überreste von alten Salzbergwerken oder von den Bädern der Königin finden möchte, muss nur 25 Kilometer weiter in den Süden fahren.


Datum:
13.03.2008
Quelle:
SAZ
Autor:
Anna Lisa Kraus
Bildquelle:
www.flickr.comAyuntamiento Jávea / / vte
 

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