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Plauderecke/Kaffeeklatsch


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leseratte

weiblich Deutschland

Mitglied seit: 27.02.2008

Beiträge: 2968

leseratte
schrieb am 24.10.2008 um 19:51 Uhr
Sorry,
will nur mal unsere Plauderecke wieder nach vorne holen, damit sie nicht in Vergessenheit gerät!

Bestimmt finden wir für hier wieder Themen, zu denen sich auch diejenigen melden, die sich vom Maddie-Fall vorübergehend verabschiedet haben.
Ich denke da z. B. an Frieda, charlotte01, Kiki, etc. etc.
und Dich!

Liebe Grüße!




purina

weiblich Deutschland

Mitglied seit: 26.12.2007

Beiträge: 2801

purina
schrieb am 30.09.2008 um 11:04 Uhr
Hallo Herr Wagner!

Wie schön,sie mal wieder im Forum zu lesen.
Fast noch besser zu hören,
dass es offenbar mehr Menschen gibt ,die sich "kümmern",
als man denkt.

Auf Grund Ihres Berufes haben sie wohl einen besseren
Durchblick und Zugang.
Sehr oft hat man den Eindruck ,
in unserer Mediengesellschaft würden nur noch absolute
Egomanen gehört und bewundert.

Statt Anerkennung zu erfahren,
werden die Zugewandten,die sozial Denkenden
häufig nur mit lapidaren Kommentaren wie
"HELFERSYNDROM"
abqualifiziert.
Auch nicht eben motivierend...

L.Gr.P.




Wilhelm Wagner

männlich Spanien

Mitglied seit: 27.12.2007

Beiträge: 86

Wilhelm Wagner
schrieb am 25.09.2008 um 16:46 Uhr
Hallo Purina,

zum Glück sind Menschen wie Thomas Dörflein gar nicht so selten anzutreffen. Es gibt in der Tat Millionen davon, sie kümmern sich um Kinder, Behinderte, Kranke, Alte, Opfer von Gewalttaten, Arme, Obdachlose und auch Tiere.

Ohne sie würde in unserer Gesellschaft nichts, aber auch gar nichts funktionieren. Und die wenigsten davon wollen in die Öffentlichkeit. Das ist ihnen schlicht zu blöd. Ich als Journalist kann ein Lied davon singen, es ist nämlich nicht so einfach, diese Menschen für ein Interview zu begeistern.

Deshalb kennt man sie natürlich auch nicht. Und deshalb könnte man tatsächlich meinen, die Welt sei voller profilierungssüchtiger Politiker und "professioneller Gutmenschen", die andere glauben machen, ohne sie würde die Welt zusammenbrechen.

Die drängen sich nämlich meistens ungefragt nach vorne, und weil es so einfach und bequem ist (und man ja irgendetwas machen muss), hält die Kamera halt drauf.

Schön ist das nicht, sinnvoll auch nicht. Deshalb ist es gut, wenn man manche Menschen - wie Thomas Dörflein - wenigstens posthum kennen lernt.




Caro

weiblich Deutschland

Mitglied seit: 28.12.2007

Beiträge: 3795

Caro
schrieb am 25.09.2008 um 13:59 Uhr

Zitat von Erika:

ich trauere um Thomas Dörflein,ein Mann der die Verantwortung für ein hilfloses Leben übernommen hat,der es rund um die Uhr betreute, aufzog und lebensfähig machte.Ein Mann, dem der Medienrummel nichts bedeutete,der nichts aufrechnete.Ein Mensch der das tat was getan werden musste, ohne viel Aufhebens,er verbrachte Weihnachten und Silvester bei Knut,lehnte die meisten öffentlichen Auftritte ab und zeigte uns was Liebe bedeutet.Er sagte mal ,das er nicht zum Bären mutieren musste und der Knut nicht zum Menschen, trotzdem waren sie sich in der Seele nah.keine Minute ,keine Sekunde die er mit Knut verbracht hat wurden von ihm aufgerechnet, er machte das aus Liebe und Leidenschaft.er kämpfte für den kleinen Bären,der nun gross wird und ich glaube Knut spürt das sein Ziehpapa nicht mehr da ist.Was hat ihm wohl das Herz gebrochen?Gut das es ihn gab!Schön für ihn ,das er diese Begegnung mit Knut hatte und es ist traurig das er so früh gehen musste.


Liebe Erika,

schön hast Du das geschrieben. Ich bin auch sehr betroffen von seinem Ableben.

Nur, das Herz hat ihm Niemand gebrochen. Wie aus Presse und Fernsehen (Zoo) bekannt wurde litt er an Krebs im Endstadium, er hat es nie publik gemacht und gestorben ist er an einem Herzinfarkt welcher wohl mit seiner Erkrankung zusammen hing.

Lg

Caro




purina

weiblich Deutschland

Mitglied seit: 26.12.2007

Beiträge: 2801

purina
schrieb am 25.09.2008 um 13:56 Uhr

Zitat von Erika:

ich trauere um Thomas Dörflein,ein Mann der die Verantwortung für ein hilfloses Leben übernommen hat,der es rund um die Uhr betreute, aufzog und lebensfähig machte.Ein Mann, dem der Medienrummel nichts bedeutete,der nichts aufrechnete.Ein Mensch der das tat was getan werden musste, ohne viel Aufhebens,er verbrachte Weihnachten und Silvester bei Knut,lehnte die meisten öffentlichen Auftritte ab und zeigte uns was Liebe bedeutet.Er sagte mal ,das er nicht zum Bären mutieren musste und der Knut nicht zum Menschen, trotzdem waren sie sich in der Seele nah.keine Minute ,keine Sekunde die er mit Knut verbracht hat wurden von ihm aufgerechnet, er machte das aus Liebe und Leidenschaft.er kämpfte für den kleinen Bären,der nun gross wird und ich glaube Knut spürt das sein Ziehpapa nicht mehr da ist.Was hat ihm wohl das Herz gebrochen?Gut das es ihn gab!Schön für ihn ,das er diese Begegnung mit Knut hatte und es ist traurig das er so früh gehen musste.

Seltsam,der Mann hat viele berührt(mich auch)und du hast toll
beschrieben warum das so ist.
Nicht viele Menschen haben genug innere Stärke,
"ganz bei sich zu leben".
Das hat er getan.
Er konnte Interviews geben,frei sprechen,kam gut an.
Hemmungen waren also nicht der Grund,warum er auf übertriebene Öffentlichkeit verzichtete.
Er war nur innerlich unabhängig genug "Nein" zu sagen und
nur das zu tun.was ihm wirklich wichtig war.
Das ist in unserer Gesellschaft eine solche Seltenheit,
dass es fast schon unter Artenschutz fallen müsste.
Auch ich bin traurig ,dass ein Mensch von seiner Art so früh gehen musste.




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