Kleine Wunderleuchten mit jahrelanger Haltbarkeit

Auf dem Glühlampenmarkt hat sich im Laufe der Jahre viel getan. Heute verrichten meist LED- und Energiesparlampen ihren Dienst in unseren Haushalten. Bildquelle: Ezume Images – 265715363 / Shutterstock.comAuf dem Glühlampenmarkt hat sich im Laufe der Jahre viel getan. Heute verrichten meist LED- und Energiesparlampen ihren Dienst in unseren Haushalten. Bildquelle: Ezume Images – 265715363 / Shutterstock.com

Seit 2012 die alltäglichen Glühbirnen aus Umweltschutzgründen vom Markt verschwunden sind, sind Energiesparlampen in deren Fußstapfen getreten. Wie hat sich der Markt entwickelt? Was leisten die kleinen Alleskönner? Und sind sie wirklich energiesparender?

Der gute, alte Edison hat sie 1879 erfunden: Die Glühlampe. Sie lieferte wenig Licht und war ein mächtiger Stromfresser. Eigentlich hat der Deutsche Heinrich Goebel bereits 1854 eine Glühlampe entwickelt und mit einer verkohlten Bambusfaser zum Leuchten gebracht. Weil er sich seine Erfindung aber nicht patentieren ließ, gilt Edison als Erfinder der Glühlampe. 1901 kamen dann die ersten Quecksilberdampflampen dazu. Die erste LED-Lampe erblickte 1962 das Licht der Welt. Weil dieser erste Vorläufer der heutigen LED-Lampen aber nur in rot und mit mangelnder Effizienz arbeitete, setzten sich LEDs sehr viel später durch. Die ersten wirklich brauchbaren LEDs kamen Anfang der 90er auf den Markt.

In unseren Häusern und Wohnungen leuchten heutzutage oft Kompaktleuchtstofflampen. Das sind Quecksilberdampf-Niederdrucklampen mit einer gewundenen Röhre, in der sich der Quecksilberdampf befindet. Durch die Verdampfung des Quecksilbers beginnt die Lampe zu leuchten. In heutigen, modernen Zeiten können diese Lampen sogar gedimmt werden. Meist werden sie bei Deckenlichtern eingesetzt. Sie liefern mitunter ein warm-weißes Licht, das eine gemütlichere Atmosphäre verbreitet. Achten Sie beim Kauf darauf, dass „dimmbar“ auf der Verpackung steht.

Bis zu 10.000 Stunden Licht

Die Lebensdauer von Energiesparlampen ist mit den herkömmlichen Glühlampen nicht mehr zu vergleichen. Wo früher noch regelmäßig das Leuchtmittel ausgetauscht werden musste, weil der Glühfaden gerissen war, können Sie sich an Energiesparlampen heutzutage an einer Lebensdauer von rund 10.000 Betriebsstunden erfreuen. LEDs sogar bis zu 40.000 Stunden, versprechen einige Hersteller.

Ein Kugelstoßpendel, auch Newtonpendel genannt, mit einer Energiesparlampe links und fünf herkömmliche Glühbirnen rechts daneben vor einem grünen Hintergrund.

Energiesparlampen haben die klassische Glühbirne längst vom Markt gedrängt. Seit 2012 sind die herkömmlichen Leuchtmittel verboten. Bildquelle: Chones – 130427690 / Shutterstock.com

Früher 60 Watt – und heute?

Wissen Sie noch? Eine gewöhnliche Glühbirne hatte früher 60 Watt, um einen Raum ausreichend und gemütlich hell auszuleuchten. Heute ist die Wattzahl geringer, denn moderne Lampen spenden mehr Licht bei weniger Leistungsaufnahme. Die Lichtausbeute wird in „Lumen“ gemessen. Unser Überblick:

Herkömmliche Glühlampe (Watt) 25 W 40 W 60 W 75 W 100 W
Energiesparlampe (Watt) 5-7 W 8 W 14-15 W 18 W 23 W
LED (Watt) 4-5 W 6-8 W 9-11 W 12-15 W 16-17 W
Lumen 249 lm 415 lm 806 lm 1055 lm 1521 lm

Tabelle: Wieviel Watt entspricht einer herkömmlichen 40 Watt-Birne? Hier können Sie vergleichen.

Pro und Contra Energiesparlampe

Die größten Vorteile der Energiesparlampen liegen auf der Hand:

  • Weniger Energieverbrauch
  • Hohe Lebensdauer
  • Angenehmes Licht

Die Nachteile:

  • Relativ teuer
  • Quecksilberhaltig
  • Brauchen manchmal recht lang, bis die volle Glühstärke erreicht ist

Was ist mit Halogen?

Halogenleuchten kommen mit einer fast tageslichtähnlichen Beleuchtung daher. Auch sie gibt es mittlerweile in allen möglichen Formen. Halogen-Leuchten werden sehr heiß. Bis zu 250 Grad Celsius können an der Oberfläche entstehen. Die Lebensdauer beträgt etwa 3.000 Stunden. Das ist zwar mehr als die Lebensdauer der herkömmlichen Glühbirne, aber nichts im Vergleich zu Kompaktleuchtstofflampen oder LEDs. Und: Sie benötigen fast drei Mal so viel Energie wie hochwertige Energiesparlampen.

Dennoch bieten Halogenlampen klare Vorteile:

  • Sie sind sofort hell, sobald sie eingeschaltet werden. Das ist zum Beispiel in Treppenhäusern wichtig.
  • Das Licht ist neutral und ähnelt dem Tageslicht.
  • Sie sind durch ihre kompakte Bauart universell einsetzbar.

Und Nachteile:

  • Hoher Energieverbrauch.
  • Nur etwa 3.000 Stunden Lebensdauer.
  • Die Lampen werden sehr heiß und sollten daher nicht in der Nähe von brennbarem Material betrieben werden.
Heißes Ding: Wenn sie leuchtet, lassen Sie besser die Finger von einer Halogenlampe.

Halogenlampen gibt es in zahlreichen verschiedenen Ausführungen und Stärken. Der Nachteil: Sie werden heiß und verbrauchen mehr Strom als Energiesparlampen. Bildquelle: ruigsantos – 85894084 / Shutterstock.com

Hersteller buhlen um die Kunden

Welches ist die beste Energiesparlampe? Wo sollen diese Alleskönner eingesetzt werden? Welche Lampe leuchtet am längsten? Welche hat das schönste Licht? Geht es um diese Fragen, helfen Vergleiche weiter. Im Internet finden Sie zahlreiche Vergleichslisten, die diese Fragen klären sollen. Letztendlich kommt es aber auf Ihre persönliche Situation und Ihre Lebensumstände an. Informieren Sie sich, welche Lampe für Ihre Bedürfnisse die beste ist und vergleichen Sie.

 

 

Bildquellen:

  • ruigsantos – 85894084 / Shutterstock.com
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