Flugzeug-Absturz Germanwings: 150 Tote, Merkel und Spaniens König Felipe geschockt! „Keine Überlebenden“

Die Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings war zuvor am Dienstag vormittag in Barcelona gestartet. Was zu dem Unglück führte, ist noch unbekannt.

Der Absturzort liegt offenbar im Departement Alpes-de-Haute-Provence, das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Trümmer des Flugzeuges sind in den südlichen Alpen in der Region von Barcelonnette gefunden worden, wie das Innenministerium in Paris mitteilte.

Die französische Regierung bestätigte bereits, dass unter den 144 Reisenden viele deutsche und spanische Passagiere an Bord waren. 45 Nachnamen aus der Passagierliste sind spanisch. Dazu kommen offenbar noch sechs Mitglieder der Besatzung. Für sie alle ist das Schlimmste zu befürchten. Vermutlich gibt es keine Überlebenden.

Es handelte sich um den Flug 4U9525, der um 9.35 Uhr in Barcelona starten sollte. Nach Informationen von „Spiegel Online“ hob die Maschine aber erst um 10 Uhr ab. Das habe eine Recherche auf der Internetseite „Flightradar24.com“ ergeben. Um 11.55 Uhr war die Landung in Düsseldorf geplant.

Beim letzten großen Flugzeug-Unglück in Spanien waren im Jahre 2008 154 Menschen ums Leben gekommen. Nach Expertenberichten hatten die Piloten es versäumt, die Vorflügel und Klappen auszufahren, die der Maschine beim Start Auftrieb geben sollten. Völlig ungeklärt ist jedoch, weshalb das Alarmsystem ausgefallen war, das die Piloten hätte warnen sollen.

Das Flugzeug vom Typ MD-82 war am 20. August 2008 auf dem Madrider Flughafen Barajas unmittelbar nach dem Start abgestürzt. 154 Menschen kamen ums Leben, 18 überlebten. Die Maschine sollte nach Gran Canaria fliegen.

Mehr als zweieinhalb Jahre nach der Pleite von Spanair im Jahr 2012 ist die damalige Führung der spanischen Fluggesellschaft dann 2014 zur Zahlung von 10,8 Millionen Euro verurteilt worden.

Die Mitglieder des damaligen Verwaltungsrates seien von einem Gericht in Barcelona für schuldig befunden worden, die Einleitung eines Konkursverfahrens hinausgezögert und damit die Finanzlage des Unternehmens verschlechtert zu haben.

Den meisten der Ex-Vorständen, darunter auch dem ehemaligem Spanair-Präsidenten und heutigen Geschäftsführer des englischen Fußball-Topclubs Manchester City, Ferran Soriano, wurde zudem die Verwaltung fremden Vermögens für zwei Jahre untersagt. Mitverurteilt wurden den Angaben zufolge auch drei Gesellschaften der Autonomen Region Kataloniens, wie etwa die staatseigene Holding Avançsa, die alle als juristische Person im Verwaltungsrat von Spanair vertreten waren.

Die 1986 gegründete Airline hatte im Januar 2012 den Betrieb eingestellt. Spanair hinterließ Schulden von mehr als 350 Millionen Euro. Soriano hatte zu beginn des Prozesses im Juli alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er machte indirekt die Regionalregierung und die EU für die Spanair-Pleite verantwortlich. Barcelona habe entgegen der Zusagen die Finanzhilfen an Spanair gestoppt, sagte er vor Gericht. Ermittlungen der EU wegen angeblich illegaler Subventionen für Spanair hätten darüberhinaus Qatar Airlines von einem Einstieg bei der spanischen Gesellschaft abgehalten.



Video: http://www.youtube.com/embed/qb1FBdDcEmg / Text: SAZ