Fernando Torres: Atletico vor Real Madrid und FC Barcelona! „Mahou ist Volkskultur“

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Die Fans in Spanien haben vollstes Vertrauen in Atletico Madrid. Mehr als in Real Madrid und den FC Barcelona. In einer Umfrage der Zeitung „Marca“ kam jetzt heraus: 85 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Barça in der Champions League seinen kommenden Gegner FC Arsenal auss halten wird, 77 Prozent glauben an Real Madrid gegen den AS Rom. Aber satte 92 Prozent sehen Atletico gegen PSV Eindhoven weiter kommen. Davon geht natürlich auch Fernando Torres aus.

Dass er einer von Atlético Madrid ist, war lange bekannt. Aber auch nach fast drei Monaten ohne Tor schwingt sich Fernando Torres noch zu einer Liebeserklärung für die Colchoneros auf, dem Club seines Lebens.

Denn Atletico ist für Torres mehr als nur ein Club, es ist gewissermaßen sogar schon eine Philosophie. Torres erklärte jetzt in einem Interview: „Spieler bei Atletico zu sein, riecht irgendwie nach Bescheidenheit und Leidenschaft für das, was man da tut. Es geht nicht nur darum, dass man weiß, wie man gewinnt. Sondern auch darum, mit Anstand verlieren zu können. Und es geht darum, ein normaler Mensch zu bleiben.“

Torres: „Das sind solche Momente, die einem für immer im Gedächtnis bleiben“

In dem Werbegespräch für die Bierfirma „Mahou“ erklärte Torres weiter, dass der Anblick des vollen Stadions Calderon bei seiner Begrüßung und Rückkehr „einfach nur unglaublich“ war. Torres: „Das sind solche Momente, die einem für immer im Gedächtnis bleiben. Und ich werde immer mein erstes Bierchen danach mit der Familie und den Freunden im Kopf behalten.“ Denn bei aller Bescheidenheit: Geld verdienen, und wenn es mit Werbung fürs Biertrinken geschieht, muss natürlich auch sein. Fußballer-Logik im 21. Jahrhundert, wer wollte es dem wackeren Fernando auch verdenken.

Torres erklärt dazu: „In Madrid gibt es eine Menge Dinge, die man tun kann, Mahou bietet ja auch eine Menge Möglichkeiten, sich im Sport zu engagieren. Mahou ist Teil der Volkskultur in Madrid, und da mache ich natürlich mit. Am Ende eines Fußballspiels vergisst man alle Rivalitäten und geht ein Bier zusammen trinken. Darum geht es doch.“

Einige Fans, die die Worte von Torres im Internet eher hämisch kommentieren, würden allerdings lieber das 100. Tor von Fernando im Dress Atleticos feiern. Das aber lässt seit seinem 99. Tor in Eibar auf sich warten. Seit September also. Auch beim 2-1 gegen Bilbao am Sonntag fiel es nicht.

Es geht bei Atletico schließlich um Atletico…

Und so glänzt bei Atletico, das seit dem Wochenende punktgleich mit dem FC Barcelona an der Tabellenspitze liegt, in dieser Saison wieder die Abwehr, der Großteil der Spiele, die Atletico gewinnt, sehen die Colchonero nur mit einem Tor vor den Gegnern. Tore schießen gehört definitiv nicht zu den Stärken Atleticos – was auch an der Torflaute von Torres liegt. Ob der Stürmer, der Spanien 2008 zur Europameisterschaft gegen Deutschland geschossen hat, vielleicht am Ende doch schon seine besten Tage hinter sich hat, wie Spötter behaupten?

Fakt ist, dass auch seine Kollegen im Sturmzentrum Atleticos derzeit nicht vom Erfolg verwöhnt sind, weder Jackson Martinez, noch Angel Correa oder Luciano Vietto. Sie alle werden von Antoine Griezmann in den Schatten gestellt, einem gelernten Flügel- und Mittelfeldspieler. Sei’s drum. Es geht bei Atletico schließlich um Atletico. Nicht um Egoismen. Ganz im Sinne von Fernando Torres.



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=bMULCDV38ZY / Text: Wilhelm Wagner

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