ETA-Anwälte wegen illegaler Machenschaften festgenommen

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Der Vorwurf: Mitgliedschaft in der baskischen Separatistengruppe, die als terroristische Vereinigung gilt. Dabei nahmen die Anwälte, nach Angaben des Innenministeriums, eine leitende Position innerhalb der Gruppe ein, gaben Befehle und kontrollierten Gefangene.

Aufgrund der neuerlichen Festnahmen wurde zunächst ein für heute angesetzter Prozess gegen Führer einer anderen Separatistenpartei ausgesetzt. Wann dieser wieder aufgenommen wird, steht derzeit noch nicht fest. Die 35 Personen, die zur Partei Batasuna gehören, müssen nun auf ihre Verhandlung warten. Derweil werden immer mehr Vorwürfe gegen die 12 Anwälte der ETA laut. Sie sollen Geldwäsche und Steuerbetrug begangen haben. Die Festnahmen erfolgten in Madrid, dem Baskenland, sowie rund um die Region Navarra. Neben den erfolgreichen Zugriffen auf die Mitglieder der Partei gab es Hausdurchsuchungen, sowie Durchsuchungen einer Kneipe und der Zentrale der baskischen Gewerkschaft LAB. Zu den dabei sichergestellten Beweisstücken ist weiter nichts bekannt. 

Innenminister will Kampf gegen Separatisten fortsetzen

Seit 2011 hielt die ETA eine Waffenruhe ein. In den vier Jahrzehnten vorher kämpfte die Organisation für einen eigenen, baskischen Staat und zwar in Nordspanien und im Südwesten Frankreichs. Im Laufe diese Kämpfe sollen rund 830 Menschen ums Leben gekommen sein. In Bilbao demonstrieren etwa 75.000 Menschen derweil für die festgenommen ETA-Mitglieder und ihre Rechte. Sie bezeichnen die Eingriffe der Polizei als „politisch motiviert“ und fordern ihr Recht auf einen rechtlichen Beistand ein.

Davon will sich der spanischen Innenminister Jorge Fernández Díaz nicht beeindrucken lassen. Er betont, man wolle im Kampf gegen separatistische Organisationen wie der ETA keinesfalls nachlassen.



Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de / Text: yes