Demeblé lässt Cristiano Ronaldo zittern: Barca attackiert Real Madrid, Messi will WM gewinnen

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Wetten, dass …? Die neue Saison im spanischen Fußball ist angelaufen. Und die Wettgemeinde hat wieder etwas zu tun. Klar, dass die Mehrheit auf Siege des amtierenden Meisters Real Madrid setzen wird. Schließlich hat Real in der noch jungen Spielzeit schon wieder zwei Titel eingeheimst: Den europäischen Supercup als amtierender Sieger der Champions League gegen Manchester United. Und den spanischen Supercup als Meister gegen Pokalsieger FC Barcelona. Drei Spiele, inklusive Hin- und Rückspiel gegen Barca, drei Siege. Das Unentschieden am zweiten Spieltag gegen den FC Valencia kann die Favoritenrolle nicht von den Königlichen nehmen. Kein Zweifel: Allzu viele Spiele werden Cristiano Ronaldo & Co in dieser Saison nicht verlieren, darauf kann man getrost wetten. Zumal Real jetzt schon 70 (!!!) Pflichtspiele in Serie wenigstens ein Tor geschossen hat. Im Klartext: Seit 70 Spielen hat Real immer getroffen. Wetten, dass es auch im nächsten Spiel rappeln wird? Dazu wird auch Ronaldo wieder auf den Tippscheinen rund um die Welt auftauchen. Wenn im kommenden Januar der weltbeste Fußballer der FIFA gekürt wird, steht Ronaldo nach dem Gewinn der Champions League ganz oben auf der Liste. Wetten, dass er seinen fünften Goldenen Ball holen und zu Leo Messi aufschließen wird? Einstweilen hat der Portugiese schon mit himmelweitem Abstand die Wahl zum UEFA-Kicker der abgelaufenen Saison gewonnen. Alles andere als ein Sieg Ronaldos auch bei der FIFA-Wahl wäre ein Wunder. Zumal CR7 auch für Portugal weiter trifft, wie er will. Kann überhaupt jemand die Vorherrschaft Reals bremsen – wo ja derzeit vor allem auch junge Spieler wie Isco oder Marco Asensio glänzen.

Wetten, dass er sich in dieser Saison noch einmal richtig ins Zeug legen wird?

Fakt ist, dass der FC Barcelona die besten Karten hat, auch in der laufenden Saison Real noch am ehesten zu gefährden. Zwar floh Superstar Neymar nach Paris, wo er die Nummer eins sein darf und nicht mehr jeden Tag sagen muss, dass Lionel Messi der beste Fußballer der Welt ist (der er, mit Erlaubnis von Weltfußballer CR7, wohl sicher auch sein mag). Aber dafür haben die Katalanen jetzt Ousmane Dembelé von Borussia Dortmund geangelt. Und auch wenn der Ex-Borusse in seinem Interview-Marathon nach dem Transfer nicht müde wird, zu erklären, dass er noch viel zu jung ist, um Neymar zu beerben: Man erwartet eine Menge vom Außenstürmer, der neuen Schwung in die Attacke Barcas bringen soll. Sein früherer Kollege Marc Bartra, einst selbst in Diensten des FC Barcelona, erklärte bereits: „Dembelé ist pures Talent, er wird die Gegner durcheinander wirbeln und viel Spaß nach Barcelona bringen.“ Und last but not least: Da ist eben weiter Messi, um dessen Vertragsverlängerung es zwischenzeitlich Ärger gab. Hat er nun unterschrieben oder nicht? Fast schon egal. Denn wenn Messi spielt, tut er es ordentlich. Kaum ein Spiel, wo der Argentinier nicht der Beste auf dem Platz ist. Und die WM 2018 will Messi ja auch noch gewinnen. Wetten, dass er sich in dieser Saison noch einmal richtig ins Zeug legen wird?

Wer den beiden Großen gefährlich werden könnte? Natürlich vor allem wieder einmal Atletico Madrid. Zwar konnten sich die Colchoneros nicht verstärken, weil die FIFA bekanntlich ein Transfer-Verbot verhängt hatte, das noch in diesem Sommer in Kraft war. Erst ab Januar darf Atletico dann wieder neue Stars holen. Allerdings konnte der bestehende Kader gehalten werden. Weder Jan Oblak im Tor noch Antoine Griezmann verließen wie zwischenzeitlich befürchtet das Boot Atleticos. Ein großer Erfolg für Trainer Diego Simeone, der immer wieder erklärt hatte: „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass es vielleicht Clubs gibt, die mehr Geld haben als wir. Aber dass es wenige Clubs gibt, die besser kicken als wir.“ Und darauf kommt es schließlich an, oder? Auch für die Wettgemeinde, die auf sportliche Ergebnisse tippt. Und nicht auf die Haben- und Soll-Seiten auf den Kontoauszügen.

Zaza: „Wir sind jetzt heißer auf Siege, das war das Problem in der letzten Saison“

Mit Spannung wird das Abschneiden des FC Valencia beobachtet. Trainer Marcelino hat fast die komplette Mannschaft ausgetauscht, Valencia hat jetzt tatsächlich das jüngste Team der kompletten Liga. Mit rund 24 Jahren Durchschnittsalter sollte die Truppe hungriger auf Erfolge sein als im Vorjahr, wo es erklärtermaßen genau daran lag. Goalgetter Zaza sagte nach dem 2:2 bei Meister Real: „Wir sind jetzt heißer auf Siege, das war das Problem in der letzten Saison.“ Das große Plus Valencias könnte im Laufe der Saison auch sein, dass man wieder einmal nicht international spielen muss beziehungsweise darf.

Auch der FC Sevilla gehört wieder zum erweiterten Kreis der Favoriten. Die erfolgreiche Qualifikation zur Champions League brachte einen enormen Schub in Sachen Moral. Trainer Eduardo Berizzo, der die Nachfolge von Jorge Sampaoli antrat, wird aber wie stets in Sevilla alle Hände voll zu tun haben, seine Stars bei Stange zu halten. Dass Kicker wie Ever Banega an guten Tagen geniale Taten vollbringen können, war zu erwarten. Aber eben auch, dass sie gleich am ersten Spieltag mit einer vollmundigen Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte sahen. Am Ende wird es darauf ankommen, die Spieler Sevillas voll für das Projekt der Andalusier zu motivieren. Gelingt das, könnte Sevilla diesmal eine echte Überraschung bringen.

FC Girona, die Filiale von Manchester City

Der Rest der Liga? Immer für Überraschungen gut, wenn auch wohl nicht für den Titel. Villarreal wird wie üblich an der Doppelbelastung aus Liga und Europa League zu knapsen haben, genauso wie Athletic Bilbao. Die Basken werden sich wie eh und je bemühen, allerdings am Ende merken, dass es eben doch ein erhebliches Handicap darstellt, nur auf baskische Spieler zu setzen oder solche, die im Baskenland ausgebildet worden sind. Denn allzu viele Basken auf hohem Niveau gibt es eben nicht im Fußball. Und dann sind da ja auch noch die anderen Baskenklubs Eibar, Real Sociedad San Sebastian und Alavas aus der Hauptstadt Vitoria. Auch sie setzen teilweise auf einheimische Kräfte.

Was der Aufsteiger FC Girona auf den grünen Rasen bringen wird? Fakt ist schon mal, dass die Katalanen als Filiale des englischen Clubs Manchester City über mehr Ressourcen verfügen können als andere Clubs. Denn vor allem junge Spieler, die noch zu grün für die Premier League sind, werden in Zukunft (und auch jetzt schon) in Girono Spielpraxis bekommen. Pep Guardiola, der Coach in Manchester, sowie sein Bruder Pere, der zu den neuen Besitzern Gironas gehört, werden sich sicher etwas Spannendes einfallen lassen.



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=GEfW3NAARQY / Text: Wilhelm Wagner

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