"Spanische Revolution" räumt Zelte ab: Ladenbesitzer und Kunden jubeln!
Alles hat einmal ein Ende, auch die spanische Protestbewegung. Und die schöne Puerta del Sol in Madrid gehört endlich wieder allen Bürgerinnen und Bürgern - auch den zufriedenen.
Die wilden Zeltlager in den
Zentren von Madrid und Barcelona wurden am Sonntag weitgehend geräumt.
Anhänger der vor vier Wochen entstandenen Bewegung bauten ihre Zelte in den Protestcamps am Sonntag ab. Die sgten aber: "Wir gehen nicht weg, sondern wir breiten uns auf die verschiedenen Stadtviertel aus", sagte ein Sprecher in Madrid.
Die Besitzer von Gaststätten und Läden in der Umgebung der Camps hatten sich über finanzielle Verluste beklagt und die Polizei zu einer Räumung der Lager aufgefordert. Einzelne Bewohner des Protestcamps in der spanischen Hauptstadt kündigten allerdings an, "auf individueller Basis" mit ihren Zelten auf dem Platz Puerta del Sol zu bleiben.
Die Bewegung der "Indignados" (Empörte), die nach dem Beginn der Proteste am 15. Mai auch "15-M" genannt wird, hatte für die kommenden Wochen weitere Kundgebungen angekündigt.
Die so genannte "spanische Revolution" hatte im Mai Zehntausende auf die Beine gebracht und weltweit für Aufsehen gesorgt. Die Proteste richten sich unter anderem gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien, gegen Korruption sowie die Macht der Banken und der großen Parteien.
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