Weltjugendtag macht Real Madrid Konkurrenz: "Gigantisch und galaktisch!"
Ein 200 Meter langer Altar, ein gigantischer Sonnenschirm aus Stahl und goldener Folie, 200 Design-Beichtstühle: Der am Dienstag beginnende Weltjugendtag in Madrid wird groß inszeniert.
Über eine Million Besucher werden zu der sechstägigen Veranstaltung erwartet, am Donnerstag kommt auch Papst Benedikt XVI. in die spanische Hauptstadt. Doch gegen die Massenveranstaltung soll es auch Massenproteste geben: Kritiker monieren immense Kosten, die dem tief in der Wirtschaftskrise steckenden Staat durch das "Spektakel" der katholischen Kirche entstünden.
Beginnen sollen die Feiern des Weltjugendtages auf der Plaza de Cibeles, wo traditionell der Fußball-Club Real Madrid seine Siege feiert. Hier steht
bereits eine gigantische Bühne, insgesamt drei Großveranstaltungen sind auf dem Platz geplant.
Wenige Schritte weiter im Parque de Retiro, dem größten Park der Stadt, stehen 200 Beichtstühle in der Form eines Segels. Hier sollen die Jugendlichen Priestern in 30 Sprachen ihre Sünden anvertrauen können.
Der zweite große Ort des Geschehens liegt vor den Toren Madrids: Auf der Luftwaffen-Basis Cuatro Vientos findet am Samstag eine Abendandacht des Papstes statt, erwartet werden dazu rund 900.000 jugendliche Teilnehmer.
Diese sollen dort auch übernachten - und am Sonntagmorgen eine Messe mit Benedikt XVI. feiern. Dafür bauen rund 1.000 Beschäftigte seit vier Monaten den gigantischen weißen Altar auf. Überdacht wird er von einem 18 Meter großen Sonnenschirm aus einem Metallgestänge in Form eines Baumes, bespannt mit einer Folie, die den Eindruck goldener Äste erweckt. (AFP, SAZ)
Schlüsselwörter: Papst Benedikt Real Madrid Platz
Bild: Marca / Text: SAZ
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