Stierkampf: Padilla feiert triumphales Comeback mit Augenklappe! "Fiesta" der lebenden Legende!


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Maria Font 
- 05.03.2012

Stierkampf: Padilla feiert triumphales Comeback mit Augenklappe! "Fiesta" der lebenden Legende!
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Der spanische Torero Juan José Padilla verlor bei einem Stierkampf ein Auge. Nun feiert er sein Comeback mit einer Augenklappe. Den Anhängern des Stierkampfs macht er Hoffnung auf bessere Zeiten.



Die Bilder des spanischen Stierkämpfers mit dem blutüberströmten Gesicht waren um die Welt gegangen: Das Leben von Juan José Padilla hing damals an einem seidenen Faden - ein Stier hatte ihm ein Horn ins Gesicht gerammt. Fünf Monate nach der grausigen Verletzung feierte der 38-Jährige nun sein triumphales Comeback. Nach seinem Auftritt in der Kleinstadt Olivenza im Südwesten Spaniens wurde der einäugige Torero unter dem Jubel der Fans von seinen Kollegen auf den Schultern aus der Arena getragen.

Über seiner linken Augenhöhle trug er eine schwarze Klappe. Das Auge selbst hatte er bei jenem unglücklichen Kampf am 7. Oktober 2011 in Saragossa verloren, als das Horn eines Stiers ihm den Backenknochen durchstoßen hatte und oberhalb der Augenhöhle aus dem Gesicht herausgeragt war. In einer sechsstündigen Operation retteten die Ärzte sein Leben. Später stellten sie in einer Reihe von weiteren Eingriffen sein entstelltes Gesicht wieder her.

Die beiden Stiere, die Padilla bei seinem Comeback am Sonntagabend tötete, widmete er den Medizinern, die ihn behandelt hatten. «Für den Stierkampf bin ich wieder hundertprozentig fit», sagte der Torero. «Die Augenklappe wird künftig zu meinem Leben gehören. Ich finde, sie steht mir.» Der Stier damals in Saragossa habe ihm ein Auge zerstört, aber nicht seinen Willen gebrochen. «Der Stierkampf ist mein Leben», betonte Padilla.

Der «Zyklon von Jerez», wie der Andalusier genannt wird, gehörte bislang nicht zu den Toreros der ersten Garnitur. Er hatte sich in unzähligen Kämpfen in Provinzarenen durchschlagen müssen. Die Verletzung machte ihn jedoch zu einem bekannten und gefragten Mann. Padilla erhielt Verträge für Auftritte an renommierten Schauplätzen wie in Valencia, Sevilla oder Arles (Südfrankreich). «Er ist zu einer lebenden Legende geworden, ähnlich wie die spanische Fußballnationalelf», schwärmte der Torero Miguel Abellán in einem Kommentar für die Zeitung «El Mundo».

Die Branche verknüpft mit dem «Wunder des Padilla» («La Razón») die Hoffnung, dass für den - in einer schweren Krise steckenden - Stierkampf nun bessere Zeiten anbrechen. Die Besucherzahlen in den Arenen sind seit Jahren rückläufig; das staatliche Fernsehen TVE überträgt seit 2006 keine Kämpfe mehr, weil diese in den frühen Abendstunden stattfinden, wenn besonders viele Kinder vor den Bildschirmen sitzen. Die Region Katalonien im Nordosten des Landes ließ die «Fiesta» ganz verbieten.

Die Konservativen, die seit Dezember 2011 in Madrid regieren, stehen dem blutigen Spektakel positiver gegenüber als die vorige Regierung der Sozialisten. «Die Stierkämpfe gehören zum Markenzeichen Spaniens», sagte der neue Kulturminister José Ignacio Wert. «Sie sind eine kulturelle Ausdruckform und bedürfen unseres Schutzes.» Die Zukunft des Stierkampfs ist allerdings nicht so sehr eine Frage der Politik. Das Hauptproblem der «Fiesta» besteht darin, dass die große Mehrheit der jungen Spanier davon nichts mehr wissen will.

 



Schlüsselwörter: Juan Padilla Stierkampf Spaniens 2011 Ärzte Stiere Valencia Sevilla Zeitung Krise Katalonien Madrid Regierung neue Politik Spanier
Bild: BANG/Cover Media/Prisa/ABC/ElMundo / Text: dpa






Von: Antonietta
Am: 02.05.2012 um 12:19:05

Jedes Jahr werden alleine in Spanien über 40.000 Stiere getötet. Die Stierkampf-Industrie erhält schätzungsweise etwa 530 Millionen Euro an Subventionen von der EU. Ohne diese Mittel könnte das blutige Spektakel gar nicht stattfinden. Noch bevor die Tiere die Arena betreten, werden sie mit Elektroschocks traktiert. Oft verabreicht man ihnen Abführmittel und in ihre Augen wird Vaseline gerieben, um ihre Sehkraft zu trüben. In der Arena angekommen werden sie mit Lanzen und Speeren verletzt und gequält. Nach der grausamen Prozedur versucht schließlich der „Matador“, die geschwächten und panischen Tiere mit seinem Schwert zu töten. Oft genug verfehlt der Matador das Rückenmark und das Sterben dauert qualvoll lange.

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