Spanischer "Indignado" wird Millionär: Kapitalismus pfui, Lottogewinn olé!
Die spanischen "Indignados" wollten eigentlich Spanien verändern, am liebsten die ganze Welt. Das hindert sie aber nicht daran, per Lotto nach den geliebten Millionen zu greifen. Und zu gewinnen.
Die Nachricht von seinem Millionengewinn im Lotto hätte ein Spanier fast verpasst - weil er im Protestcamp auf der Puerta del Sol in Madrid für die Lottogesellschaft nicht zu erreichen war.
Der 34-Jährige hatte am Wochenende 1,3 Millionen Euro gewonnen, wie der Online-Lottoveranstalter Serviapuestas mitteilte. "Wir haben am Sonntag den
ganzen Tag vergeblich versucht, ihn zu erreichen", berichtete Serviapuestas-Chef Ignacio Garcia. Am Montag hätte die Lottogesellschaft ihn dann endlich ans Telefon gekriegt.
"Er hat uns gesagt, dass er in dem Camp auf der Puerta del Sol war", sagte Garcia. "Darum konnte er nicht ans Telefon gehen oder seine E-Mails checken."
Die Protestbewegung der "Empörten" ("Indignados") hatte am Sonntag nach vier Wochen ihr Camp auf dem Madrider Platz Puerta del Sol aufgelöst, zugleich aber weitere Demonstrationen gegen die Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit im Land angekündigt.
Das Protestcamp war Mitte Mai aus Wut über die Wirtschaftskrise und den rigiden Sparkurs der Regierung entstanden. Der Protest richtet sich unter anderem gegen die hohe Arbeitslosigkeit, die vier Millionen Spanier und knapp die Hälfte der Erwerbsfähigen unter 25 Jahren betrifft. (SAZ, AFP)
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Bild: / Text: SAZ/dpa}}







