2.000 Massengräber in Spanien: 500.000 Menschen starben im Bürgerkrieg
Die spanische Regierung hat erstmals eine Karte mit mehr als 2.000 Massengräbern aus dem Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 und der anschließenden Franco-Diktatur veröffentlicht.
Ziel sei es, den Heilungsprozess voranzutreiben und jegliche Spaltung in der Bevölkerung zu beenden, teilte die Regierung mit.
Die Karte basiert auf Informationen lokaler Behörden und historischer Verbände und wurde auf der Internetseite des Justizministeriums veröffentlicht.
Der britische Historiker Paul Preston geht in einer neuen Untersuchung davon aus, dass während des Bürgerkriegs etwa 500.000 Menschen ihr Leben
verloren. In den folgenden Jahrzehnten kamen dem Historiker zufolge in der Diktatur von Francisco Franco tausende weitere Menschen ums Leben.
Während Franco seine verstorbenen Anhänger ehrte, wurden seine Gegner in anonymen Gräbern verscharrt, die über das ganze Land verstreut liegen.
Die neue Karte der Regierung zeigt an, ob ein Massengrab bereits komplett oder teilweise exhumiert wurde, ob es noch geöffnet werden soll - oder ob die
sterblichen Überreste bereits zum sogenannten Tal der Gefallenen gebracht wurden, einem unterirdischen Mausoleum nahe Madrid. Dieses hatte Franco
zwischen 1940 und 1958 anlegen lassen. (AFP)
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Bild: Wikipedia / Text: SAZ/dpa







