Mesut Özil und Khedira: Löw lobt alle Nationalspieler! "Wir haben keine Egoisten"


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Wilhelm Wagner 
- 26.12.2011

Mesut Özil und Khedira: Löw lobt alle Nationalspieler! "Wir haben keine Egoisten"
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Zuletzt fiel Mesut Özil mit eher mäßigen Leistungen bei Real Madrid auf. In der Nationalmannschaft spielte er aber sensationell. Jetzt meldete sich Bundestrainer Joachim Löw zu Wort.



Der will nämlich bei der Auswahl seines EM-Kaders besonders auf die charakterlichen Eigenschaften seiner Titeljäger achten."Welche Spieler sind vielleicht getrieben von zu viel Neid? Wer hat den langen Atem? All diese Dinge sind wichtig. Denn wir sind bei einer EM oder WM mit 60 bis 70 Leuten acht Wochen auf einem ganz engen Raum beisammen", sagte der Fußball-Bundestrainer in Interviews.

Vor der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine im kommenden Sommer will der 51-Jährige deshalb auch darauf achten: "Welche Spieler können der Mannschaft Energie geben? Welche Spieler sind Frust-tolerant, wenn sie mal nicht spielen? Welche Spieler können dem Konkurrenzkampf standhalten und ihn fördern", beschrieb Löw seine Kriterien.

Seinem derzeitigem Personal, darunter die Real-Kicker Mesut Özil und Sami Khedira, stellte der DFB-Chefcoach einwandfreie Charakterzüge aus - genau die waren vor allem Özil zuletzt von der spanischen Presse abgesprochen worden - von "ausschweifendem Nachtleben" war sogar die Rede.

"Ich sehe keinen ausgesprochenen Egoisten in unserer Mannschaft, der seine ganze Konzentration darauf abstimmt, selber gut auszusehen, oder immer selbst die Tore zu machen. Ich sehe bei uns ein sehr gutes Team, in dem niemand sich persönlich in den Vordergrund schiebt", sagte Löw. Im Mai wird Löw seinen Kader für das EM-Turnier benennen. Zuvor steht am 29. Februar in Bremen gegen Frankreich noch ein sportlicher Test auf dem Programm.

Angesichts des zunehmenden Drucks und der jüngsten Burnout-Fälle im Profifußball plädierte Löw für professionelle Unterstützung. "Es tut auch gut, sich mal von außen beobachten zu lassen, sein Tun zu reflektieren und Hilfe auch anzunehmen, sei es in Form von Sportpsychologen oder Gesprächstherapien", sagte er. Löw glaubt nicht, dass Druck ein spezielles Problem des Profifußballs ist, sondern dass alle Teile der Gesellschaft betroffen sind.

Er selbst spüre auch Druck, ihm helfe aber "eine gewisse Distanz zum Fußball". Geholfen hat ihm auch ein besseres Zeitmanagement und die bewusste Beschränkung seiner Arbeitszeit im heimischen Büro, ohne Ablenkung durch Mails oder Telefon. "Irgendwann habe ich mir gesagt, wenn ich zu Hause bin, dann mache ich alles aus und arbeite vier, fünf Stunden sehr konzentriert. Danach gehe ich einen Kaffee trinken oder ein bisschen Fußball spielen."



Schlüsselwörter: Mesut Özil Real Madrid
Bild: afp / Text: SAZ






Von: Laola
Am: 26.12.2011 um 16:38:14

Nichts gegen unseren del bosque ,aber Löw ist verdammt cool :)

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