Ferrari: Alonsos rote Göttin hat mächtigen Nasenhöcker! "Sie wird Vettel vom Thron stoßen!"
Der neue Formel-1-Ferrari sieht interessant aus. Optik hin, Optik her. Nur ein siegreiches Auto ist letztlich auch ein schönes Auto, sagt sich die Scuderia.
Mit dem F2012 will sie Sebastian Vettel und Red Bull vom Thron stürzen.
Die neue «Rote Göttin» trägt einen
mächtigen Nasenhöcker. Auch Ferrari hat sich beim Design seines neuen
Formel-1-Autos für die gewöhnungsbedürftige Optik mit einem Knick auf
Höhe der Vorderachse entschieden. Auf Ahs und Ohs vom Publikum musste
die Scuderia bei der Internet-Enthüllung am Freitag verzichten,
nachdem die feierliche Zeremonie 24 Stunden zuvor wegen anhaltender
Schneefälle und eisiger Temperaturen in Maranello abgesagt worden
war. Dafür schickte Präsident Luca di Montezemolo per Videobotschaft
kämpferische Worte an die Konkurrenz: «Das wird eine rote Saison.»
Kein anderes Team hat sich bislang für eine derart drastische
Nasenvariante entschieden. Das Team selbst gab zu, dass der Höcker
nicht gerade «ästhetisch» sei. «Er sieht sehr anders aus als in den
vergangenen beiden Jahren», meinte der spanische Pilot Fernando
Alonso
. Stallkollege Felipe Massa fand den Wagen insgesamt
«aggressiv». Beim Sozialnetzwerk Facebook reichte die Palette der
Kommentare von «großartig» bis «hässlich». «Ich hoffe, er ist
schnell, denn schön ist er mit Sicherheit nicht», meinte ein User.
Schönheit liegt aber auch in der Formel 1 im Auge des Betrachters.
«Für mich ist ein hässliches Auto letztlich eines, das nicht gewinnt
und ein schönes ist eines, das gewinnt», betonte Ferrari-Chefdesigner
Nicolas Tombazis. Ebenso wie Caterham und auch Force India mit dem
deutschen Rennrückkehrer Nico Hülkenberg wählte die Scuderia den
markanten Nasenknick.
Mit-Herausforderer McLaren glich den reglementierten
Höhenunterschied zwischen Chassis und Nasenspitze hingegen mit einem
geschwungenen Übergang aus, der auf den ersten Blick deutlich
eleganter wirkt. Welchen Weg Design-Guru Adrian Newey für den neuen
Red Bull von Doppelweltmeister Sebastian Vettel wählte, wird am
kommenden Montag feststehen, wenn der RB8 ebenfalls via Internet
präsentiert wird.
Am Dienstag fahren die Top-Autos dann erstmals gemeinsam auf die
Strecke - mit Ausnahme des neuen MercedesAMG. Das Team um
Rekordweltmeister Michael Schumacher wird den neuen Silberpfeil erst
zum zweiten Test vom 21. bis 24. Februar auf dem Circuit de Catalunya
vorstellen.
Red Bull, McLaren und auch Ferrari haben daher vier Tage mehr Zeit
für Tests mit dem neuen Auto. «Wir werden bereit sein beim ersten
Rennen», kündigte Alonso an und sprach dann gleich noch Ober-Chef di
Montezemolo aus dem Herzen: «Wir müssen um diesen Titel kämpfen. Wir
wollen gewinnen.»
Das tut auch Not. Der letzte WM-Triumph ist fünf Jahre her. 2007
holte Kimi Räikkönen den Titel. Seitdem fährt Ferrari hinterher. Und
ganz besonders Felipe Massa. «Er weiß, dass er großes leisten muss»,
sagte di Montezemolo in seiner Videobotschaft. Denn nach der
kommenden Saison endet Massas Vertrag. Der Brasilianer fährt nur noch
auf Bewährung.
Alonso, der seit seiner Titelverteidigung 2006 auf den dritten
WM-Triumph wartet, ist hingegen der unumstrittene Star im Team. Nicht
zuletzt seinetwegen dürfte auch der Sponsorenvertrag mit einer
spanischen Großbank bis 2017 verlängert worden sein. «Ich bin sicher,
dass wir dieses Jahr Großes erreichen», meinte Alonso. Teamchef
Stefano Domenicali gab sich nicht minder optimistisch: «Ich bin mir
sicher, dass unser Auto von Beginn an gewinnen wird.» Selbst wenn
manche die Nase eher zum Rümpfen finden.
Alonso, der seit seiner Titelverteidigung 2006 auf den dritten WM-Triumph wartet, ist hingegen der unumstrittene Star im Team. Nicht zuletzt seinetwegen dürfte auch der Sponsorenvertrag mit einer spanischen Großbank bis 2017 verlängert worden sein. «Ich bin sicher, dass wir dieses Jahr Großes erreichen», meinte Alonso. Teamchef Stefano Domenicali gab sich nicht minder optimistisch: «Ich bin mir sicher, dass unser Auto von Beginn an gewinnen wird.» Selbst wenn manche die Nase eher zum Rümpfen finden.
Schlüsselwörter: Alonso Sebastian Vettel Bull Formel McLaren Stefano
Bild: si / Text: dpa







