Gastro-Szene Madrid: Die zehn besten Restaurants zum Schlemmen und Genießen

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Essen und trinken ist wichtig für jeden Menschen, ganz klar. Aber für Spanier gilt das in ganz besonderem Maße. Denn die Spanier lassen sich bekanntlich besonders viel Zeit für die Nahrungsaufnahme. Und, ganz ehrlich, verstehen eine ganze Menge von der Zubereitung eines guten Essens. Schließlich leben sie nicht nur für das Essen, sondern auch von der Gastronomie. Der Tourismus gehört zu den größten Einnahmequellen des Landes. Und auch Touristen wollen vor allem eins: gut essen.

So ist es auch kein Wunder, dass sich die spanischen Medien mit Vorliebe für Wein, Schinken und Käse interessieren. Die Gastro-Kolumnen füllen ganze Seiten der besten Zeitungen, Restaurants werden bewertet wie andernorts Schallplatten oder Bücher. Gastronomie als Kulturträger? In Spanien auf jeden Fall. Hier gilt mehr denn je: Der Mensch ist, was er isst. Schlechter Schinken kommt deshalb auf keinen Tisch, egal wie groß die Krise sein mag, in der man gerade steckt. Gammelfleisch ist auch kein Thema. Lieber geben die Spanier ein bisschen mehr Geld für gutes Essen aus, als an der Qualität zu sparen. Fakt ist: Spanien ist voller exzellenter Bars und Bistros, dazu einfacher Restaurants, in denen traditionelles Essen zubereitet wird, gemixt mit exotischen Einflüssen aus der ganzen Welt.

El Bulli: Im Jahr 2008 kostete ein Menü mit 32 Gängen 230 Euro

Die besten Restaurants des Landes sind mit Sternen dekoriert, das Restaurant „El Bulli“ des Starkochs Ferran Adría brachte es vor wenigen Jahren gar zu Weltruhm – und einem Verlust von rund 300.000 Euro im Jahr, die durch Vorträge und Fanartikeln ausgeglichen werden mussten, um den Betrieb am Laufen zu halten. Die Enzyklopädie Wikipedia vermeldet mit sichtlichem Erstaunen über das geradezu künstlerische Treiben in Adrías Küchen: „Adrià bot keine klassischen Menüs an, seine „Menüs“ waren ausdifferenzierte, ausgefeilte, höchst komplizierte 30 bis 35 kleine Gänge: Rohes Gemüse wird mit Hightech aus der Medizintechnik bearbeitet, Salzstreuer mit duftendem Kunstnebel befüllt, er würzt Gemüse-Gelatine-Streifen mit Holzkohleöl, formt geliertes Olivenpüree zu Oliven mit flüssigem Olivenextrakt im Inneren, füllt Tintenfisch mit einer Mischung aus Ingwer und Kokosnuss, serviert eine Mousse aus Muschelfleisch in einem Mantel von hauchdünnem Schweinefett und injiziert Eiern vor dem Kochen Kaviarpaste. Techniken aus der Lebensmittelindustrie finden hier Anwendung: so etwa die Methode der „Lyophilisation“ (Gefriertrocknen im Vakuum) von Obst und Gemüse. Der minutiöse Aufwand war dafür so hoch, dass er pro Saison stets nur diese eine Menüfolge anbot. Im Jahr 2008 kostete ein Menü mit 32 Gängen 230 Euro. “

Aber es muss nicht immer die Molekularküche des Genies von der Costa Brava sein, um die Gäste in Spanien zu begeistern. Schließlich ist der Aufwand dafür auch recht hoch – und satt sollte man nebenbei ja auch noch werden. Hier sind zehn Vorschläge der Webseite Acojonante.org für Spaniens Hauptstadt Madrid. Für gehobene Gastronomie, die man aber auch bezahlen kann.

1. La Bien Aparecida

Hier gibt es Spezialitäten aus Kantabrien, dem Norden Spaniens also. Die Karte bietet nur rund 30 Gerichte, die aber sind exzellent, weil viel Wert auf Qualität gelegt wird.

Anschrift: Calle Jorge Juan, 8
Telefon: 911 593 939
Mittlerer Preis für ein Menü: 50 €
Öffnungszeiten: Täglich von 13:00 bis 16:00 Uhr, und von 20:00 bis 24:00 Uhr.

2. The Table – Hotel Urso

Ein Gastrotempel mit Konzept. Verschiedene Küchenchefs aus ganz Spanien geben hier ihr Gastspiel für jeweils sechs Wochen. Im Klartext: Alle sechs Wochen gibt es eine neue Karte mit neuen Überraschungen.

Anschrift: Calle Beneficencia, 15. Esquina Mejía Lequerica, 8
Telefon: 615 367 917
Preise: 50 €
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13:30 bis 15:30 und 20:30 bis 23:00 h. Sonntag von 13:30 bis 15:30 Uhr.

3. Random

Multikulturelle Küche mit überraschendem Ambiente bietet das Random in der Calle Carracas. Hier wird Essen aus der ganzen Welt geboten, darunter französische Küche, japanisches Essen oder auch Gerichte aus Skandinavien.

Anschrift: C/ Caracas, 21
Telefon: 914 109 250
Preise: 40 € (inklusive Wein)
Öffnungszeiten: von Sonntag bis Mittwoch von 13.30 bis 00.00 Uhr. Donnerstag, Freitag und Samstag von 13:30 bis 00:30 Uhr.

4. La máquina de Jorge Juan

Im Viertel Salamanca gelegen bietet La Máquina de Jorge Juan höchste Qualität, die gut nachgefragt wird. Reservierungen sind dringend nötig.

Anschrift: Calle Jorge Juan, 12
Telefon: 918 336 981
Preise: 40 €
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 12:00 a 2:00 Uhr, Freitag, Samstag und Sonntag: 12:00 bis 3:00 Uhr.

Das Ambiente von London aus den 20er-Jahren

5. Teckel

Einfache, aber extrem leckere Gerichte gibt es im so genannten „Teckel“. Hier wird man in das Ambiente von London aus den 20er-Jahren zurück versetzt. Besonders zu empfehlen ist der Hamburger „El Capricho de León“, angeblich einer der besten Happen der Welt.

Anschrift: Avenida de Concha Espina, 55 (Chamartín)
Telefon: 915 996 400
Preise: 25 €
Geöffnet: Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch von 13:00 bis 0:00 Uhr, Donnerstag, Freitag und Samstag von 13:00 bis 2:00 Uhr.

6. La Lianta

Internacionale Küche, kosmopolitischer Stil, auch geeignet, um einfach nur ein Glas Wein oder einen Cocktail zu genießen. Dazu legen verschiedene DJs gute Musik auf. Also nicht nur etwas für Gastro-Freaks.

Anschrift: Calle Ponzano, 10
Telefon: 664 104 729
Preise: 30 €
Geöffnet: Montag bis Samstag von 13:00 bis 17:00 Uhr sowie von 20:00 bis 2:00 Uhr, Sonntag von 13:00 bis 17:00 Uhr.

7. Perrachica

Wo früher einmal ein Bankhaus stand, wird heute gut gegessen. Wobei das Ambiente immer noch im industriell, kolonialen Stil gehalten ist. Je nach Tageszeit, als Frühstück, Mittagessen oder Dinner, kann man allerdings die Umgebung wechseln. Inklusive Innengarten für Raucher und Freunde schöner Aussichten.

Anschrift: Eloy Gonzalo, 10
Telefon: 917 377 775
Preise: 20-30 €

8. Arts Club Madrid

Sicher eines der exklusivsten Lokale in Madrid. Im Viertel Salamanca gelegen gibt es hier gutes Essen und mehr, inklusive Nachtleben. An den Wänden hängen ambitionierte Kunstwerke verschiedener Künstler, die hier wechselweise ausstellen. Leicht kommt man allerdings nicht rein, denn in den Arts Club Madrid gehen auch lokale Berühmtheiten, Künstler, Politiker, Geschäftsleute, Schauspieler oder andere Celebrities. Versuchen kann man es aber immer.

Anschrift: Calle Velázquez, 96
Telefon: 912 770 365
Preise: 30-35 €
Geöffnet: Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch von 13:00 bis 2:00 Uhr, Donnerstag, Freitag und Samstag von 12:00 bis 3:00 Uhr.

9. Pink Monkey

Das Pink Monkey hat nicht unwesentlich zur gastronomischen Revolution in Spanien beigetragen – wobei sich die hier praktizierte Kunst “Asian Craft Food” nennt. Es gibt also asiatische Küche, aber in Fusion mit Elementen aus Peru, Mexiko und mediterranden Einflüssen.

Anschrift: Calle Monte Esquina, 15
Telefon: 913 105 272
Preise: 30-35 €
Geöffnet: Montag bis Sonntag von 13:00 bis 0:00 Uhr.

10. Ultramarinos Quintín

Dieses Restaurant befindet sich im Inneren eines Einkaufsladens mit Kolonialwaren und Gemüsen, das Essen ist hier also nicht nur gut, sondern auch recht locker. Die Einrichtung ist Vintage und entsprechend anregend. Zum Essen und Einkaufen.

Anschrift: Calle Jorge Juan, 17
Telefon: 917 864 624
Preis: 40 €
Geöffnet: Täglich von 9:00 bis 1:00 Uhr.



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=D2pSH_Pp8Fs / Text: Wilhelm Wagner

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